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31.07.1992 - 

Mit integrierten Anwendungen

Amstrad will Mini-Notebook für PC-Muffel herausbringen

MÜNCHEN (CW) - Viel vorgenommen hat sich der britische PC-Hersteller Amstrad mit einem neuen Notebook, das in Großbritannien schon diesen Monat für 200 Pfund auf den Markt kommen soll. "Wenn Sie diesen Computer nicht nach fünf Minuten bedienen können, bekommen Sie Ihr Geld zurück", verspricht der Hersteller. Der "NC100" sei die Lösung für, Anwender, die Angst vorm PC oder keine Lust haben, die komplizierte Computer-Steuerung zu erlernen, denn er sei der "am leichtesten zu bedienende Rechner der Welt".

Der NC100 ist ein Personal Organizer, ein Mini Notebook im DIN-A4-Format und mit einem Gewicht von nur einem Kilogramm, das aber trotzdem über eine ausgewachsene Tastatur verfügt. Von etwas kleinerem Format ist dagegen das Flüssigkristall-Display, das acht Textzeilen mit je 80 Zeichen darstellen kann. Bis zu 40 Stunden soll der Computer mit einem Satz von vier Batterien laufen.

Der Rechner kommt mit einer Reihe integrierter Anwendungen, zum Beispiel einem Notizbuch, einem Kalender, einer Adressenkartei und einer Textverarbeitung. Der NC100 selbst verfügt zwar nur über 38 KB Speicher (was für etwa 20 Seiten Text genügt), ist aber mit einem Schacht für PCMCIA-Speicherkarten mit einer Speicherkapazität von 1 MB versehen.

Mit einer Festplatte oder einem Disketten-Laufwerk ist der NC100 nicht ausgerüstet Über eine serielle und eine parallele Schnittstelle lassen sich Drucker oder MS-DOS-PCs anschließen.

Der NC100 ist nicht DOS-kompatibel, denn angetrieben wird die Maschine von einem verdienstvollen Veteranen der PC-Geschichte, dem heute fast vergessenen Z80 von Zilog. Doch bei der Produktvorstellung begegnete Amstrad-Chef Alan Sugar, nicht gerade als Freund der Presse bekannt, spitzen Kommentaren von Journalisten mit dem Satz: "Wir bauen diesen Rechner für die große Mehrheit der Menschen, denen es egal ist, ob er von einem Gummiband oder einem Z80 angetrieben wird."

Laut Sugar ist der NC100, der in einiger Zeit auch in anderen europäischen Ländern und den Vereinigten Staaten erscheinen soll, nur der Beginn einer neuen Reihe bedienungsfreundlicher Produkte, die im November mit einigen neuen IBM-kompatiblen PCs fortgesetzt werden soll.