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17.11.1995

An 10000 Testanwender ausgeliefert Neue Beta rueckt die Freigabe von Notes 4.0 in greifbare Naehe

MUENCHEN (CW) - Mit "Test Build 2" (TB2) hat die IBM-Tochter Lotus Development Corp., Cambridge, Massachusetts, eine verbesserte Vorabversion des Release 4.0 von "Notes" herausgegeben. Die aktuelle Ausfuehrung der Workgroup-Software bietet unter anderem einen "Inter Notes Navigator", der Notes-Clients den direkten Zugang zum World Wide Web (WWW) oeffnen soll.

Zunaechst fuer Anfang dieses Jahres angekuendigt, wird Notes 4.0 nun wohl Ende naechsten Monats ausgeliefert - vorausgesetzt, die Betatester finden keine gravierenden Maengel. 10000 Anwender sollen die neue Vorabversion des Groupware-Produkts jetzt einem abschliessenden Test unterziehen.

Das zweite Beta-Release enthaelt einige Funktionen, die in der ersten Version noch nicht enthalten waren. Dazu zaehlt vor allem der "Inter Notes Navigator". Er besteht im wesentlichen aus einem Browser, mit dessen Hilfe Notes-Clients ohne Umweg in das WWW einsteigen koennen, indem die Groupware direkt auf die Uniform Resource Language (URL) des Internet zugreift. Nach Angaben der CW-Schwesterpublikation "Network World" handelt es sich dabei um einen Browser, dessen Oberflaeche dem weitverbreiteten Netscape- Tool angepasst sei.

Wie Lotus gegenueber dem Fachblatt ausfuehrte, befreit der Internet- Zugriff via LAN den Anwender von der Notwendigkeit, TCP/IP auf jedem Desktop zu installieren. Zudem erhoehe diese Technik die Sicherheit des Systems, indem sie die Anzahl der Internet-Zugaenge reduziere.

In puncto Benutzeroberflaeche hat Lotus neben blossen kosmetischen Verbesserungen auch die Funktionalitaet erweitert: So ist der Anwender jetzt in der Lage, in seinem Arbeitsbereich eine theoretisch unbegrenzte Zahl von Datenbank-Icons zu fuehren sowie miteinander verbundene Datenbanken logisch uebereinanderzustapeln.

Mitte kommenden Jahres in 64-Bit-Ausfuehrung

Auch der E-Mail-Client wurde ueberarbeitet. So kann der Anwender seine Messages jetzt mit grafischen Zusaetzen - beispielsweise "Flames" oder "Funny Faces" - statt nur mit verbalen Zusaetzen wie "confidential", "offical" oder "joke" kennzeichnen.

Darueber hinaus enthaelt die neueste Ausfuehrung der Groupware ein "Document Library Template". Es soll Arbeitsgruppen dabei unterstuetzen, ihre gemeinsam geschaffenen Dokumente vor deren Veroeffentlichung noch einmal von allen Mitgliedern gegenlesen zu lassen.

Obwohl Lotus eigentlich die Datenbank als Forum fuer Diskussionen propagiert, hat der Anbieter auch den organisierten Gedankenaustausch direkt ueber E-Mail verbessert. Analog dem "Single-Object-Store"-Konzept, das Microsoft in seinem Produkt "Exchange" verfolgt, soll kuenftig nicht mehr das Dokument selbst durch das Netz wandern, sondern nur der Verweis auf den tatsaechlichen Speicherplatz. Der Vorteil: Wird ein Dokument an sechs Adressaten versandt, so muss es physisch nur noch ein- statt siebenmal vorhanden sein.

In Arbeit hat Lotus zudem eine Technik, die die durch Notes erzeugte Informationsflut wirksam eingrenzen soll: Software- Agenten empfangen und aktualisieren die eingehenden Messages und Dokumente analog den Prioriaetsvorgaben des jeweiligen Benutzers.

Darueber hinaus gab der Notes-Anbieter jetzt eine Entwicklungspartnerschaft mit der Digital Equipment Corp., Maynard, Massachusetts, bekannt. Ziel des Abkommens ist die erste 64-Bit-Implementation des Groupware-Produkts. Spaetestens im Fruehsommer kommenden Jahres soll Notes 4.0 auf Digitals Alpha- Workstations lauffaehig sein - sowohl unter Windows NT als auch unter Digital Unix.