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25.03.1994

An der Grenze des Tragbaren Sun sprengt mit mobilen PCs alle gewohnten Vorstellungen

MUENCHEN (CW) - "Voyager" soll er heissen und auf der CeBIT Premiere haben: Suns bedingt tragbarer Rechner faellt sowohl wegen seines Gewichts von rund 5,9 Kilogramm als auch wegen seines recht ungewoehnlich dimensionierten Displays aus dem Rahmen.

Ausgeruestet ist das mobile System mit einem Microsparc-II-RISC- Prozessor (60 Megahertz Taktrate), der mit einer Spec-Leistung von 43 Specint92 und 37 Specfp92 zu Buche steht. Das Display ist in der 10 000 Dollar teuren Monochromvariante 14 Zoll gross, die Farbversion (15 000 Dollar) misst immer noch zwoelf Zoll. Beide Monitore sind in Aktiv-Matrix-Technologie ausgelegt. Sun glaubt, trotz der ungewoehnlichen Display-Formate eine Stueckzahl von 1000 bis 10 000 Rechnern pro Monat ausliefern zu koennen.

Voyager verfuegt ueber keinen SBus-Einsteckplatz. Dafuer liefert Sun das System mit zwei PCMCIA-II-Einschueben aus. Weitere Merkmale des Schwergewichts: Mindestens 16 MB Arbeitsspeicher, eine Festplatte mit 340 MB Kapazitaet sowie eine ausgewachsene Tastatur. Ueber eine mit Infrarottechnologie ausgestattete serielle Schnittstelle kann der Rechner drahtlos mit 9600 Bit bis 115 Kbit pro Sekunde mit anderen Computern kommunizieren. Ausserdem ruestet Sun das System mit einem Turbo-GX-Grafikbeschleuniger, der eine Farbtiefe von 8 Bit hat, sowie Solaris 2.3 aus.

Sun sieht sich allerdings einem heftigen Wettbewerb ausgesetzt: Sowohl IBM als auch DEC stellten auf der CeBIT Notebooks vor, die mit den jeweils hauseigenen RISC-Prozessoren Power-PC beziehungsweise Alpha rechnen. Big Blues "N40"-Modell etwa weist vergleichbare Eigenschaften auf, kann aber im Gegensatz zu Suns Mobilrechner als wirklich tragbare Loesung bezeichnet werden. DECs noch nicht naeher bezeichnetes Notebook andererseits rechnet mit der momentan sicherlich leistungsfaehigsten CPU, die fuer Notebooks zur Verfuegung steht.

Darueber hinaus bietet auch Tadpole Technology zwei neue Varianten seines "Sparcbook" an. Beide Modelle, "Sparcbook 3" und "3LC", sind nur halb so schwer wie Voyager. Die in Deutschland von der Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG (SNI) und Insys Worksystems, Koeln, vertriebenen Rechner verfuegen zudem ueber einen erheblichen Leistungsumfang: Hierzu gehoert unter anderem eine Microsparc-CPU (50 Megahertz Taktrate), ein ISDN-Anschluss (nur Sparcbook 3), 8-Bit- beziehungsweise 16-Bit-Audio-Zugaenge, ein PCMCIA-III-Einschub und eine herausnehmbare 520-MB-Festplatte im 2,5-Zoll-Format. Als Betriebssystem bietet Tadpole Solaris in den Versionen 1.0 oder 2.0 sowie Tadpoles eigenes NCE/OS Lite, Version 2.0, an. Optional sind Sunsofts Wabi- und Insignias Softwindows- Software erhaeltlich.