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25.08.2000 - 

Schwarzes Brett jetzt auf dem Display der Mobiltelefone

An der Hochschule der Künste in Berlin sind die Studenten ferngesteuert

MÜNCHEN (CW) - Im Sommersemester 2000 startete in Berlin ein Projekt, das Studierenden neue Dienste und Informationen über ein "Universitäts-Handy" anbieten möchte. Projektpartner sind die Condat AG, die Hochschule der Künste (HdK), die T-Mobil GmbH als T-D1-Netzbetreiber sowie die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) und Primus Online mit der Website berlin.de.

Klingelnde Handys gehören heute genauso zum Unialltag wie vor 15 Jahren das Nadelgeklapper von eifrigen Strickfans. Das Projekt "Campus-Mobil" entwickelt ein Universitäts-Handy, das das Leben der viel beschäftigten Studenten erleichtern soll. Prüfungstermine und Klausurergebnisse erreichen die Handy-Besitzer zukünftig direkt auf ihrem mobilen Telefon, der Gang in die Bibliothek entfällt, denn Verfügbarkeit von gewünschten Büchern und Hinweise auf eine vergessene Buchrückgabe erscheinen in Form von Kurzmitteilungen auf dem Display.

Beim Projekt übernimmt Condat die Realisierung der geplanten Dienste und stellt die technische Plattform für Campus-Mobil bereit. Die Hochschule der Künste (HdK) zeichnet verantwortlich für die Entwicklung einer Bedienoberfläche sowie für ein Marketing- und Kommunikationskonzept. Die Zentral- und Landesbibliothek stellt mit 2,3 Millionen Medieneinheiten aus allen Wissensgebieten umfangreichen Content zur Verfügung, Primus Online ergänzt das Angebot mit der Site berlin.de.

Das Projekt hat ein Volumen von zwei Millionen Mark und wird mit 35 Prozent von der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie gefördert. Im Oktober soll die erste Testphase beginnen, zu der ungefähr 200 Studierende der HdK und der Technischen Fachhochschule Berlin (TFH) ein Campus-Handy nutzen können. Das WAP-fähige Handy arbeitet zu Beginn noch im bestehenden, unveränderten GSM-Netz von T-D1. Für Mitte 2001 ist Phase zwei mit 400 Handys auf der Basis von GPRS (General Packet Radio Service) geplant. Es handelt sich hierbei um neue Funktionen und Komponenten des T-D1-Netzes, die eine höhere Datenübertragungsrate ermöglichen. Die Zukunftsperspektiven der technischen Weiterentwicklung lassen sich heute noch nicht abschätzen. An dieser Stelle setzt die Marktstudie der HdK-Studenten im Rahmen des Projektes an. Beispielsweise könnte Kartenmaterial wie Stadtpläne und U-Bahn-Netz das Informationsangebot erweitern.

Neben den aufgeführten Arbeitserleichterungen sollen die beliebten SMS-Nachrichten, Chat-Funktionen und weitere Freizeitinfos das Sozialleben der Studierenden ebenso auf den neuesten Stand bringen.