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15.09.2006

An explodierende Akkus sollte man sich gewöhnen

Apple musste es tun. Dell auch. Ebenso Hewlett-Packard (HP), Maxdata, Fujitsu-Siemens Computers (FSC) und auch Nokia und Nikon. Alle hatten schon Probleme mit Akkus, die nicht funktionierten, die explodierten und die die Hersteller zu kostspieligen Rückrufaktionen zwangen. Daran wird sich in den kommenden Jahren zunächst nichts ändern.

Zwar arbeiten Firmen wie Toshiba, Sony, Matsushita, Hitachi und MIT Micro Fuell Cells fieberhaft daran, alternative Energiespender für Laptops, Handys oder etwa MP3-Abspielgeräte zu entwickeln.

Stephen Baker, Analyst bei der NPD-Gruppe, sagte aber, es gebe keine technische Entwicklung bei Akkus beziehungsweise Batterien, die in naher Zukunft auch nur annähernd alle Anforderungen erfüllen würde, die an eine moderne mobile Stromversorgung gestellt werden. Hierzu gehört, dass die Energiepakete leicht und klein sein müssen. Außerdem sollen sie eine lange Lebenszeit haben und zudem noch sicher zu handhaben sein. "Eine chemische Grundlage, die all diese Anforderung erfüllen würde, haben die Fachleute noch nicht gefunden", sagt Baker.

Angesichts der gerade erst bekannt gewordenen riesigen Rückrufaktionen, die Dell, Apple und zuletzt Panasonic vornehmen mussten sowie in Anbetracht der Rückbeorderung von einer Million Batterien für Handys durch Kyocera; angesichts auch der prinzipiellen Gefährdung, die mit Akkus verbunden ist, sind diese Perspektiven nicht ermutigend.

Zu den Firmen, die neue Akku-Entwicklungen vorantreiben, gehört Valence Technology. Deren "Saphion"-Technik soll Stromversorgungen nach Firmenangaben weniger anfällig für Störungen machen. Altair Nanotechnologies behauptet, ihre Batterien ließen sich häufiger nachladen als bisherige Lithium-Ionen-Konkurrenzprodukte. Ultralife Batteries, Zinc Matrix Power und Optodot Corp. wiederum geben an, sie hätten Techniken entwickelt, mit denen Batterien sicherer werden.

Analysten sind trotzdem skeptisch, dass die Entwicklungen im Akkubau mit den technischen Fortschritten und damit den Anforderungen solcher Geräte Schritt halten können, in denen die Stromversorger zum Einsatz kommen. Zwar sei es möglich, Energiequellen zu entwerfen, die zehnmal so leistungsstark sind wie heutige Produkte und die in kürzester Zeit wieder aufgeladen werden können. Von einer Massenproduktion solcher Geräte sei die Industrie aber noch weit entfernt.

Jim Tully von der Unternehmensberatung und Marktforschungsfirma Gartner sagt, die nächste Technikentwicklung bei wieder aufladbaren Batterien seien Brennstoffzellen. Aber bis diese Technik die herkömmliche ablösen würde, dauere es noch fünf bis zehn Jahre.

Im Gegensatz zu den Entwicklungssprüngen bei Prozessoren oder Festplatten gebe es bei den Technikentwürfen für Batterien keine vergleichbar rasanten Fortschritte. Peng Lim, CEO von MTI Micro Fuel Cells, erklärt, Forscher hätten hier mit chemischen Reaktionen zu tun. Auf diesem Wissenschaftsfeld seien Fortentwicklungen einfach viel schwerer zu erzielen und dauerten länger bis zu ihrer Realisation.

Brian Kimberlin, Marketingdirektor von Panasonic Battery Corp. of America, einer Geschäftseinheit von Matsushita, sagte, sein Unternehmen habe eine Brennstoffzellentechnik für den Einsatz in Notebooks entwickelt. Bis diese aber marktreif sei, dauere es noch ungefähr drei bis fünf Jahre. (jm)

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