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27.06.1997 - 

Neue Funktionen für Internet Advisor

Analysegerät von HP testet Gigabit-Eignung via Web

Im Rahmen seiner Kampagne "get w.e.t." (web enabled technologies = Internet-taugliche Technologien) hat HP das Analysegerät Internet Advisor dahingehend erweitert, daß via Java-fähige Web-Browser nun alle Funktionen des Gerätes auch aus größerer Entfernung über das Internet kontrolliert werden können. Dies könnte die Arbeit von Netz-Managern und Technikern erleichtern, da sie bei eventuell auftauchenden Problemen nun eine Diagnose stellen können, ohne direkt am Ort des Geschehens zu sein.

Rick Pearson, Operations Manager der Internet-Advisor-Produktlinie bei HP, erklärt: "Wir haben die Fähigkeiten eines Protokollanalysators mit der einfachen Bedienbarkeit eines Web-Browsers kombiniert." In lediglich fünf Minuten soll sich so eine Überprüfung des Netzes vornehmen lassen, die Echtzeit-Informationen liefert über die Netzauslastung, Übermittlungsfehler, Umfang des Netzverkehrs, Stationsübertragungen, Protokollverwendung und -verteilung. Zusätzlich zu diesen auch via Internet zu nutzenden Kontrollfunktionen bietet HP seinen Kunden Online-Zugriff auf Anwendungsinformationen, Produktdokumentationen und -informationen.

HPs Analysewerkzeug ist ein eigenständiger tragbarer Rechner auf Basis eines Pentium-133-Prozessors von Intel. Eine Festplatte mit 814 MB gehört ebenso zur Ausstattung wie 32 MB Arbeitsspeicher, Stereosound und Schnittstellen für alle wesentlichen Netzarchitekturen. Auf Grundlage von Windows 95 arbeitet eine spezielle Software von HP, die beispielsweise auch in der Lage ist, automatisch die Hauptverursacher von Datenverkehr ausfindig zu machen oder Traffic zu Testzwecken selbst zu erzeugen.

Beim Zugriff über das Internet zeigt ein grafisches Display dem Administrator auf einen Blick wichtige Werte wie beispielsweise Nutzungsgrad, Anzahl der Kollisionen und Protokolle im Netz und die Menge der Broadcasts. Auch wer das Netz benutzt und was dort getan wird, kann dargestellt werden. Um bei der Fülle von Informationen dem Anwender dennoch einen schnellen Überblick zu geben, ist die Anzeige unter Einsatz von Java-Applets in der Art von analogen Kfz-Geschwindigkeitsmessern gestaltet worden.

Die zweite Erweiterung des Internet Advisor betrifft das neue High-speed-Übertragungsverfahren Gigabit Ethernet, das HP als die dominante Backbone-Technologie der Zukunft sieht. Mit einem entsprechenden Zusatzgerät, dem "Ethernet Undercradle HP J2901A", sollen Netzadministratoren bereits jetzt in der Lage sein, festzustellen, ob ihr Netzwerk für die neue Technik geeignet ist.

So bietet das Gerät beispielsweise die Möglichkeit des sogenannten Stress-Testing, bei dem der Internet Advisor Gigabit-Ethernet-Geräte pro Sekunde mit mehr als 1,48 Millionen Frames in einer Länge von 64 Bit beschicken soll. Über eine grafische Oberfläche lassen sich laut Anbieter dann unter anderem Frame-Rate, prozentuale Auslastung sowie gute und schlechte Frame-Check-Sequenzen verändern. Überwachung und Analyse erfolgen im Voll-Duplex-Modus.

Nach Meinung von Branchenkennern könnte HPs frühzeitige Bereitstellung eines Gigabit-Analyse-Tools durchaus dazu beitragen, die Akzeptanz und schnelle Verbreitung des neuen Verfahrens zu beschleunigen. Der Internet Advisor kostet rund 26000 Mark. Für den Gigabit-Ethernet-Zusatz, der unter dem Hauptgerät befestigt wird und nur in Verbindung mit diesem funktioniert, müssen noch einmal 63000 Mark bezahlt werden.