Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

29.08.1997 - 

Softwarelösungen, Skalierbarkeit

Analysten bewerten Suns Enterprise 450 positiv

Kurz nach der Ankündigung des Workgroup-Servers (siehe CW Nr. 34 vom 22. August 1997, Seite 29) veröffentlichte Sun bereits einige Benchmark-Ergebnisse. Demnach übertrifft der hauseigene Rechner in den drei getesteten Disziplinen Compaqs "Proliant 6000" unter Windows NT bei weitem. Mit einem Einstiegspreis von 39 000 Mark konkurriert der Unix-Rechner vor allem mit den High-end-PCs von Compaq, Dell und HP. Beobachter gehen davon aus, daß der Anwenderwunsch nach Zusammenfassung von mehreren verstreuten Datei-, Druck- und Anwendungs-Servern auf wenige leistungsstarke Workgroup-Server den Verkauf der Enterprise 450 beflügeln werde. Hauptargument dafür ist die vereinfachte Administration und die größere Robustheit der Solaris-Maschinen.

Während Unix-Konkurrenten wie IBM und HP im unteren Segment auf Windows NT setzen, kann Sun jetzt durchgängig eine einheitliche Plattform anbieten. Das Unternehmen hofft, daß die starke Position von Unix bei Enterprise-Anwendungen dem neuen Server-Modell auf Abteilungsebene zugute kommt: Wenn eine Unix-Anbindung ohnehin nötig ist, können zusätzliche Dienste auch noch über Solaris-Maschinen zur Verfügung gestellt werden. Allerdings muß Sun mit Kannibalisierungseffekten rechnen, wenn die Enterprise 450 gegen High-end-Rechner aus dem eigenen Hause konkurriert.

Analysten wie Robert Sakakeeny von der Aberdeen Group erwarten trotz der positiven Bewertung von Suns Workgroup-Strategie nicht, daß sich damit die Verbreitung von Windows NT verlangsamen wird. Rivale Microsoft hat sich inzwischen zu Suns Softwarestrategie zu Wort gemeldet. Produkt-Manager Murari Narayan bezweifelt, daß die Sun-Partner eine ähnlich enge Integration ihrer Software mit dem Betriebssystem erreichen könnten wie jene von "Back Office" mit Windows NT.

Auch Investment-Berater bewerteten Suns Workgroup-Strategie positiv. Kaufempfehlungen wie die von Josephtal Lyon & Ross trieben die Sun-Aktie auf einen Jahreshöchststand von 50 7/16.