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14.11.1997 - 

Hersteller verteidigt Produkte und Strategie

Analysten der Burton Group kritisieren Suns Directory Services

Sun hat mit den Sun Directory Services (Sun DS) zwar nicht den ersten, aber vermutlich den wichtigsten Schritt in Richtung Internet-Verzeichnisdienste gemacht. Nach Angaben des Herstellers sollen Sun DS die zentrale Verzeichnis-Technologie für eine Reihe von Workgroup- und anderen Unternehmens-Applikationen sowie für die Internet-Lösung "Webtone" werden.

Trotz dieser Erklärung von Sun wirft die Burton Group dem Hersteller vor, das Produkt sei instabil und noch nicht reif für den Markt. Insbesondere zeigen sich die Analysten irritiert über den späten Markteintritt und die Unterstützung der drei Jahre alten LDAP-Version 2 anstelle der neueren dritten Ausgabe des Standards. Sun verteidigt sich mit dem Argument, die Version 3 sei erst im Entwurfsstadium und unterscheide sich nur marginal von der Vorgängervariante.

Verwirrende Partnerschaften

Kritik zieht auch Suns Directory-Philosophie auf sich: Das Unternehmen verfolge eine Strategie nach dem Motto "Vielfältige Lösungen für unterschiedliche Kunden auf einer Vielzahl von Plattformen". Sun hat es nach Meinung der Analysten versäumt, die Unterschiede zwischen den vier Produkten Network Information System (NIS), Network Information System Plus (NIS+), dem Produkt für X.500 und Sun DS zu klären.

Für Verwirrung sorge auch Suns Partnerschaft mit Netscape und Novell, zu denen der Hersteller nun andererseits in Konkurrenz tritt. Sun DS wird laut Burton Group zwangsläufig zu Spannungen im Verhältnis zwischen Sun und Novell führen, zumal Novell die Vereinbarung, die Novell Directory Services (NDS) mit Solaris zu bündeln, gerne als Argument für die Verbreitung von NDS über die Gemeinde der Netware-Anwender hinaus verwendete.

Obwohl der Tenor des Reports für Sun nicht besonders erfreulich ist, haben die Analysten auch einige positive Punkte gefunden. Dazu zählen vor allem die Journaling-Fähigkeiten, die Sun DS einige ausgezeichnete Mittel zur Disaster Recovery bescheren. Lob erntet der Anbieter zudem für das Server-zu-Server-Replikationsschema, das nur Änderungen im Verzeichnis berücksichtigt, anstatt die ganze Datenbank zu replizieren. Auch für Performance und Skalierbarkeit gibt die Burton Group dem Produkt gute Noten.