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Bedingt durch Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt

Analysten der Meta Group sehen Notebooks auf dem Vormarsch

07.06.1996

Dabei sehen die Analysten die Lösung derzeit noch bestehender Probleme bei Fernsteuerungstechnologie, Bandbreite, Datensicherheit, drahtloser Kommunikation und Datenabgleich als größte Herausforderungen.

Für 1995 lag der Notebook-Anteil an den von Global-2000-Unternehmen angeschafften PCs bei über 35 Prozent, und verschiedene große Firmen haben bereits angekündigt, daß sie diesen Anteil für das kommende Jahr auf rund 50 Prozent erhöhen wollen. Die Hauptursachen für diesen Anstieg liegen nach Meinung der Meta Group in veränderter Arbeitskraft, dem steigenden Bedarf an Kommunikationstechnologie und der Ausweitung geschäftlicher Applikationen auf mobile Mitarbeiter. Das gilt nicht für den klassischen Außendienst, sondern auch für kleinere externe Büros und Niederlassungen, die im Laufe des Jahres 1997 im IT-Bereich zunehmend an Bedeutung gewinnen werden.

Bis zum Jahre 1999 erwartet die Meta Group die größten Veränderungen in der steigenden Allgemeinverbreitung mobiler Rechner und der Massenakzeptanz von Telearbeit. Die Verbraucher werden nach unterschiedlicheren Hardwaretypen verlangen und anspruchsvoller in bezug auf Ausstattung, Standards und Datenschutz sein. Dies wird in den Jahren 1996 und 1997 sowohl IT-Mitarbeiter als auch Hersteller beschäftigen, und zwar vor allem im Zusammenhang mit der Ausstattung von Heimarbeitsplätzen und mobilen Arbeitskräften mit verbesserten Zugangsmöglichkeiten und Anwendungen sowie stärkerer Unternehmensintegration. Im Zuge des fortlaufenden Wandels der Unternehmensstrukturen in den Jahren 1998 und 1999 müssen sich die IT-Abteilungen, die ohnehin unter Budgetdruck stehen, ein tieferes Verständnis der Internet-Technologien und Möglichkeiten des Services bei räumlich entfernten Angestellten erwerben.

Die Arbeitswelt wandelt sich aus Sicht der Analysten grundlegend: Mobilität ist nicht mehr länger nur ein gelegentlicher Zustand von Arbeit, sondern entwickelt sich immer stärker zu einem fest verankerten und weit verbreiteten Modell für eine große Anzahl von Beschäftigten. Dem müssen Unternehmen und insbesondere deren IT-Stäbe Rechnung tragen, indem sie im Rahmen der Neuorganisation von Arbeitsabläufen und -strukturen die Voraussetzungen für echte Mobilität schaffen.

Applikationen müssen angepaßt werden

Dazu müssen die Applikationen, die in einem Unternehmen zum Einsatz kommen, auch in einem Remote-Modell funktionieren. Diese Voraussetzung wird von den meisten derzeit genutzten LAN-basierten Anwendungen nicht oder kaum erfüllt. Um sich den neuen Anforderungen anzupassen, stehen den DV-Abteilungen prinzipiell drei Möglichkeiten offen: ein komplettes Redesign der Applikationen, Tuning von Applikationen und Systemumgebung oder die taktische Einführung von Remote-Zugriffstechnologie.

Wird das Notebook speziell im geschäftlichen Umfeld heute noch vornehmlich als Ersatz für Terminkalender und Organizer genutzt, so prognostiziert die Meta Group bis zum Jahre 1999 einen Wandel hin zum "Server" eines persönlichen und individuellen Netzes von Diensten und Dienstleistungen. Entsprechend wird sich die Aufgabe der IT-Kräfte von der Organisation der DV-Arbeit Tausender Angestellter hin zur Integration Tausender "Persönlicher Netzwerke" verändern.

Schon jetzt arbeiten viele IT-Abteilungen zeitlich befristet mit externen Kräften - Consultants, Trainer, Mitarbeiter mit Zeitverträgen - und lose angebundenen Partnern, die alle ihre eigenen Applikationen, Tools und Technologien nutzen. Damit dürfte es für die Unternehmen immer schwieriger werden, auf eigenen Standards zu bestehen, denn der Markt für Spezialisten ist zunehmend härter umkämpft, und die Vertragslaufzeiten werden immer kürzer.

Auch die Hardware mobiler Rechner wird starken Veränderungen unterworfen sein: Neue Peripheriegeräte mit neuen In-/ Output-Fähigkeiten werden den Nutzern von klassischen Notebooks größere Flexibilität ermöglichen. Handhelds wie das "Cruisepad" von Zenith oder der "Pilot" von Palm Computing werden das Notebook nach Ansicht der Meta Group eher ergänzen als verdrängen. PDAs werden Ende 1996 einen ersten großen Schub durch leistungsstärkere Hardware und Anbindung an Intra-/Internet-Applikationen erhalten.

Mit dem Entstehen von "Personal Area Networks" rechnen die Analysten für die Jahre 1997 und 1998, und im Jahr 2000 werden die allermeisten Angestellten zwei oder mehr Computer einsetzen.