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20.02.1998 - 

Datapro kritisiert hohe Mobilfunkpreise in Deutschland

Analysten erwarten Probleme für Netze von T-Mobil und Mannesmann

20.02.1998

Noch räumen die Datapro-Marktforscher dem deutschen Mobilfunkmarkt ein großes Wachstumspotential ein. Treibender Faktor sind hierbei vor allem die E-Netze, die auf dem GSM-1800-Standard beruhen. So gehen die Analysten der Frankfurter Datapro-Dependance davon aus, daß im Jahr 2001 35 Prozent aller Verträge auf die E-Netze entfallen. Insgesamt tummelt sich dann mit 64,8 Prozent das Gros der Mobiltelefonierer auf den GSM-Netzen. Das analoge C-Tel von T-Mobil wird zwar weiterhin existieren, Datapro erwartet aber nicht, daß es eine signifikante Rolle spielt.

Bei allen optimistischen Prognosen dürfte jedoch nach Ansicht der Forscher eine Marktdurchdringung von über 20 Prozent bis zum Jahr 2001 nicht zu erreichen sein. Ein Hauptfaktor, der einer positiven Entwicklung im Wege steht, ist der Kapazitätsengpaß in den GSM-Netzen - ein Problem, das sowohl auf T-Mobil als auch Mannesmann Mobilfunk zukommt. Die hieraus folgenden negativen Effekte dürften sich auf die Qualität und die Fähigkeit der Betreiber auswirken, die Nachfrage des Konsumentenmarktes zu befriedigen. Ein weiteres Handicap für die D-Netz-Betreiber ist, daß sie laut Datapro wohl keinen Zugang zu den Netzen auf Basis von GSM-1800 erhalten, wo sie Dualband-Netze aufbauen könnten. Dies bringt ihnen nicht nur einen Nachteil gemessen an ihren Konkurrenten im deutschen Markt ein, sondern auch gegenüber den europäischen Mitbewerbern, denen oft die Einrichtung von Dualband-Netzen erlaubt ist. Im Business-Marktsegment bedeutet der Zugang zum 1800-Megahertz-Band für Betreiber jedoch die Möglichkeit, auf neue Applikationen und Märkte zu zielen.

Als weiteres Wachstumshemmnis haben die Auguren die hohen Preise im deutschen Markt ausgemacht. Um ein Wachstum zu erzielen, müssen diese laut Datapro dramatisch gesenkt werden. Außerdem fehle dem deutschen Markt der innovative Geist, der in Ländern wie Schweden, Finnland, Großbritannien und Italien zu beobachten ist.