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08.04.1994

Analysten interpretieren Fusion als Notgemeinschaft Aldus/Adobe: Anwender erwarten Abstriche bei den Applikationen

SAN MATEO (IDG) - Die 525-Millionen-Dollar-Ehe der Aldus Corp. und der Adobe Systems Inc. laesst die Anwender befuerchten, dass einige der bislang konkurrierenden Produkte frueher oder spaeter aufs Abstellgleis geschoben werden. Auch das offizielle Statement der Aldus-Adobe-Verantwortlichen, der Zusammenschluss solle Synergieeffekte bringen, stoesst auf Zweifel.

Neben den Anwendern beurteilen auch Analysten die Fusion skeptisch. Einige von ihnen sind davon ueberzeugt, dass eine Weiterentwicklung von Anwendungen, die bislang im selben Marktsegment miteinander konkurrieren, unrentabel fuer die DTP- Gruppe sei. "Das neue Unternehmen wird sich kuenftig sicherlich auf ein einziges Produkt fuer den jeweiligen Zielmarkt konzentrieren", prophezeit Craig Cline, Associate Editor beim "Seybold Report on Desktop Publishing", Malibu, Kalifornien.

Groessere Ueberlebenschancen raeumen die Marktforscher dabei den Applikationen von Adobe ein, weil das neue Unternehmen unter der Fuehrung der bisherigen Adobe-Chefs John Warnock und Chuck Geschke agieren wird.

Jesse Young, Geschaeftsfuehrer der Hamburger Aldus Software GmbH, weist hingegen saemtlichen bislang erhaeltlichen Paketen auch fuer die Zukunft einen festen Platz im Produktsortiment zu: Das neue Unternehmen wird keines der wichtigen Produkte vom Markt nehmen, beteuerte der Geschaeftsfuehrer erst kuerzlich.

Waehrend sowohl Aldus als auch Adobe Synergieeffekte als Gruende fuer den Zusammenschluss nennen, glauben Analysten an eine unumgaengliche Zweckgemeinschaft. Verschaerfte Marktbedingungen, so die einhellige Meinung, seien ausschlaggebend fuer die Fusion gewesen, zumal die Lizenzverkaeufe fuer Adobes Seitenbeschreibungssprache "Postscript" stagnierten. Ferner blieb das Dokumentenaustauschpaket "Acrobat" Marktforschern zufolge im letzten Jahr mit rund 2,6 Millionen Dollar Umsatz hinter den Erwartungen zurueck.

Auch Aldus musste mit seinem Zugpferd "Pagemaker" Umsatzeinbussen hinnehmen und Marktanteile an das Konkurrenzprodukt "Quark-X- Press" der Quark Inc. abgeben.