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09.10.1998 - 

"Technik zu komplex für Anwender"

Analysten kritisieren Clustering-Produkte

Clustering bedeutet vereinfacht ausgedrückt die Fähigkeit, mehrere Prozessoren - PCs, Midrange-Rechner oder Mainframes - zu einem Verbund zusammenzuschalten, der im Idealfall deutlich mehr Leistung zur Verfügung stellt als ein Stand-alone-System. Hersteller wie die zu Compaq gehörende Digital Equipment weisen darauf hin, daß Clustering für sie keine neue Technik darstellt. Schon 1983 habe man damit begonnen, die eigenen Midrange-Rechner zu leistungsfähigen Einheiten zu verbinden. Auch IBM oder Sun Microsystems können auf langjährige Erfahrungen mit Cluster-Verbünden verweisen.

Kaum eines dieser Hardware-orientierten Unternehmen hat allerdings in jüngster Zeit so viel Marketing-Getöse um ein Clu- stering-Konzept gemacht wie Microsoft mit seinem "Cluster Server", vormals als Wolfpack bezeichnet. Um so schwerer wiege es, daß Anwender auf angekündigte Leistungsmerkmale nach wie vor warten müßten, urteilen Experten.

"Wolfpack hat eine Menge Presse bekommen, aber nur wenig gebracht", meint der IDC-Analyst David Floyer. Das dreifache Versprechen, das der Hersteller mit Wolfpack gegeben habe - Verfügbarkeit, lineare Skalierbarkeit und Kosteneinsparungen - sei bestenfalls teilweise eingelöst worden. Noch schwerer falle ins Gewicht, daß Clustering-Techniken IT-Verantwortliche schlicht überfordern könnten, meint James Gruener, Analyst bei der Aberdeen Group in Boston. "Anwender sind besorgt, daß die Einrichtung und der Betrieb von Clustering-Installationen eine zu komplexe Aufgabe darstellen." Nicht wenige Unternehmen verzichteten deshalb lieber auf die Technik. Die von Branchenbeobachtern prognostizierte breite Akzeptanz von Clustering-Produkten im IT-Markt habe sich bislang jedenfalls nicht eingestellt.