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23.02.1990 - 

"Business Werk" ergeht sich in Spekulationen

Analysten sehen DEC als Übernahme-Opfer

MAYNARD (CW) - Die Nummer zwei auf dem DV-Weltmarkt, die Digital Equipment Corp. (DEC), sieht sich wieder mit Übernahmespekulationen konfrontiert.

Abermals brodelt es in der amerikanischen Gerüchteküche. So schürt die US-Zeitschrift Business Week derzeit Spekulationen, DEC könnte sich bereits in absehbarer Zeit in einem Übernahmekampf wiederfinden. Auch Namen hat das Magazin parat: Interessiert seien der Autokonzern Ford Motor und der Telephonriese AT&T. Die angesprochenen Unternehmen freilich sind zu keiner Stellungnahme bereit.

Anlaß für die neuesten Übernahmegerüchte ist der rasant gefallene Aktienkurs von DEC aufgrund der seit September anhaltenden dürftigen Umsatzentwicklung und schrumpfenden Erträge. Die derzeit 79 Dollar pro Aktie kommen dem Buchwert von 68 Dollar gefährlich nahe.

Fallen die Wertpapiere weiter, würde DEC "angreifbar". Business Week beruft sich dabei auf einen kalifornischen Finanzanalysten, der ausgemacht haben will, daß verschiedene Investorgesellschaften - ohnehin schon im Besitz zahlreicher DEC-Aktien - verstärkt Wertpapiere des Minimakers aufkaufen, seit der Kurs gefallen ist.

Branchenbeobachter indes halten es zum jetzigen Zeitpunkt für höchst unwahrscheinlich, daß Digital Equipment in ein Übernahmegefecht verwickelt werden könnte. Schon die Kaufsumme, die im Falle einer jetzigen Attacke bei mehr als 15 Milliarden Dollar liegen dürfte, ruft bei den Kennern der Szene ein ungläubiges Kopfschütteln hervor.

DEC-President Kenneth Olsen ist dennoch bereits in die Offensive gegangen. So warnte er schon im vergangenen Dezember übernahmewütige Investoren davor, die DEC-Anleger mit unfairen Takeover-Taktiken zu übervorteilen.

Digital Equipment habe zwar nur einen Buchwert von 68 Dollar pro Aktie, der Wert des Unternehmens sei aber selbst dann noch beträchtlich höher, wenn im Falle einer Kaufofferte 115 Dollar pro Aktie bezahlt werden müßten. +