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15.02.1991 - 

Wird IBM 1992 Marktführer bei Workstations?

Analysten sehen IBM RS/6000 als das Bindeglied zwischen PS/2 und /370

MENLO PARK (IDG) - Einen erstaunlichen Markterfolg sagen die Auguren der International Technology Group (ITG) IBMs RS/6000 voraus. Für 1991 rechnen sie mit einer Verzehnfachung der Absatzzahlen.

Obwohl die neuen AIX-Maschinen erst seit September 1990 auf dein Markt sind, hat IBM nach eigenen Angaben bis Ende des vergangenen Jahres bereits 25 000 Stück verkauft. Der entsprechende Umsatz betrug zirka eine Milliarde Dollar. Für 1991 rechnet ITG-Direktor Robert Simko mit einem Absatz von 250 000 RS/6000 - in etwa die Zahl sämtlicher bislang installierter Sparc-Systeme.

Damit könnte IBM bereits 1992 Sun als Workstation-Marktführer ablösen. 1989 betrug Big Blues Anteil an diesem Markt gerade eben zwei Prozent, 1990 waren es sechs Prozent. Zum Vergleich: Suns Marktanteil belief sich auf über 30 Prozent.

Ausschlaggebend für das erwartete explosive Wachstum, so Simko, sei die Tatsache, daß die RS/6000 in IBMs Konzept zur Verbindung von Mainframes und PC-LANs die mittlere der drei Schichten darstellt. "Der Sprung vom lokalen PC-Netz direkt auf den DB2-Mainframe ist softwareseitig noch zu schwierig, und obwohl es langfristig jeder vorhat, gibt es momentan noch keine solche Lösung."

Simko wies darauf hin, daß IBM und Novell noch in diesem Jahr eine Verbindung zwischen PC-LAN und RS/6000 präsentieren wollen und daß es bereits ein IBM-Produkt namens "AIX Viaduct" gebe, das eine starke Verbindung zwischen RS/6000 und DB2-Datenbanken auf MVS-Systemen herstellt.

Als Folge dieses Drei-Schichten-Konzepts, in dem die RS/6000 als Mittler zwischen IBM-Großrechnern und PC-Netzen fungiert, kündigten die Armonker bereits im letzten Herbst die Integration von Suns NFS, TCP/IP, MITs X-Window-System sowie dem Distributed Computing Environment der OSF in die MVS-Umgebung an.

Simko vermutet, daß IBM den Mainframes die Rolle der Daten-Manager zugedacht hat und sie keinesfalls in ein MIPS-Rennen gegen die RS/6000 hetzen wird. Statt dessen wird die RS/6000 eine separate Rolle als Steuerungsrechner bei der Implementierung der verteilten Datenverarbeitung übernehmen. Um diese Rollenverteilung durchzusetzen, sollen laut Simko die Mainframes mit einem größeren virtuellen Speicher ausgestattet werden und künftig auf bis zu 128 TB (128 000 GB) Plattenspeicher zugreifen können.

Am unteren Ende rechnet Simko im Lauf des Jahres mit der Vorstellung eines diskettenlosen RS/6000-Modells für zirka 5000 Dollar. "In diesem Low-end-System wird ein einziger Chip das machen, wofür gegenwärtig noch drei Chips gebraucht werden", sagte Simko. "ES wird zudem einen kleineren Cache haben und eine geringere Gleitkommaleistung."