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24.09.1999 - 

"Auftragspipeline" angeblich voll

Analysten zeigen sich trotz Rekordzahlen von Oracle enttäuscht

MÜNCHEN (IDG/CW) - Mit einer im Rahmen der Erwartungen liegenden Umsatz- und Gewinnsteigerung schloß Datenbankspezialist Oracle das erste Quartal ab. Trotzdem zeigten sich die meisten Analysten enttäuscht.

Für das am 31. August beendete erste Quartal 2000 weist Oracle einen Umsatz von knapp zwei Milliarden Dollar aus, 13 Prozent mehr als im ersten Quartal 1999. Der Gewinn nach Steuern kletterte im Vorjahresvergleich um 21 Prozent von 195 auf 237 Millionen Dollar beziehungsweise von 13 auf 16 Cent je Aktie. Trotz dieser Rekordergebnisse, die haargenau den Umsatz- und Gewinnprognosen des Unternehmens entsprachen, waren viele Analysten enttäuscht. Der Grund: Im Vorfeld der Veröffentlichung der Quartalsbilanz war an der Wallstreet insgeheim mit einem Nettoertrag je Anteilschein von 19 Cent spekuliert worden. Außerdem hatte man mit einem noch kräftigerem Umsatzplus gerechnet. Der Kurs der Oracle-Aktie fiel deshalb zuletzt von gut 45 auf 42 Dollar.

Chief Financial Officer (CFO) Jeffrey Henley sprach von einem für Oracle typischen "schwachen ersten Quartal", das durch saisonale Gegebenheiten sowohl im eigenen Vertrieb als auch bei den Kunden geprägt sei. Es sei Urlaubszeit gewesen, alle großen laufenden Projekte und Aufträge würden nach Möglichkeit noch im vierten Quartal abgeschlossen beziehungsweise fakturiert. Für das gesamte Geschäftsjahr gab sich der Finanzchef indes zuversichtlich. "Die Auftragspipeline" sei voll, insbesondere bei Anwendungssoftware. Eine solche Äußerung würde er nicht machen, wenn man nicht mit einem Umsatzwachstum von rund 20 Prozent rechnen könne, betonte Henley. Seinen Optimismus begründete der Oracle-Manager mit dem Abschluß aller "Jahr-2000-Arbeiten" bei den Kunden und dem damit verbundenen Ende des Investitionsstaus. Zudem werde sich der zunehmende Einsatz des Internet als Vertriebs- und Marketing-Instrument positiv auswirken. Bereits in eineinhalb Jahren wolle Oracle 80 Prozent seines Umsatzes über den eigenen Web-Store erzielen, kündigte Henley in diesem Zusammenhang an.

Im ersten Quartal kletterten Oracle-Angaben zufolge die Umsätze mit Softwarelizenzen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt neun Prozent. Im Bereich Datenbanken konnten die Einnahmen um acht Prozent auf 443 Millionen Dollar verbessert werden, das Applikationsgeschäft wuchs um elf Prozent auf 109 Millionen Dollar. Den Löwenanteil zum Umsatz trug allerdings erneut das Servicegeschäft bei, das um 16 Prozent auf ein Volumen von rund 1,35 Milliarden Dollar gesteigert werden konnte.