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23.08.1996 - 

SCO und HP legen Schnittstellen-Definition vor

Analysten zweifeln an Standards für 64-Bit-Unix

Durch ihre Leistungsfähigkeit, so die Hoffnung der Anbieter, halten die Unix-Derivate auf 64-Bit-Basis Microsoft und zum Teil auch Intel aus dem lukrativen High-end-Server-Markt fern. Ein wichtiger Schritt sind dabei die jetzt von HP und SCO vorgestellten Anwendungsprogrammier-Interfaces (APIs) für das Netz- und System-Management. Gerade in diesem Bereich liegen die Schwächen der von Microsoft auf 32-Bit-Basis angebotenen Server- Systeme.

Die Freigabe der APIs für OEMs und Entwickler bedeutet, daß schon jetzt mit der Erstellung oder Portierung von entsprechenden Werkzeugen begonnen werden kann. So entstehen Management- Anwendungen für das 64-Bit-Unix, bevor Microsoft entsprechende Produkte auf 32-Bit-Basis anbieten kann. Konkret unterstützen die APIs das für heterogene Umgebungen als Standard geltende Distributed Computing Environment (DCE) der OSF, das für Statusmeldungen allgemein verwendete Simple Network Management Protokol (SNMP) sowie die neueren, auf Client-PCs ausgerichteten Spezifikationen für ein Desktop Management Interface (DMI). Nach der allgemeinen Freigabe der APIs im Oktober dieses Jahres folgt die Integration in die Unix-Derivate "HP-UX 11" von HP und "Gemini" von SCO bis Mitte 1997.

Als weniger erfolgversprechend gelten die seit über einem Jahr laufenden Verhandlungen der Betriebssystem-Anbieter, insbesondere IBM, DEC und Sun Microsystems, ein einheitliches 64-Bit-API für alle Unix-Derivate zu schaffen. Niemand zweifelt an der Ernsthaftigkeit der Bemühungen, doch blieb ein entsprechender Aufruf von IBM-Chef Louis Gerstner im März dieses Jahres auf der Open-Systems-Messe folgenlos. Sein Unternehmen will Mitte 1997 ein 64-Bit-AIX ausliefern.

"Die Chance für einheitliche 64-Bit-APIs ist verpaßt worden", kommentiert Gartner-Group-Analyst Georg Weiss die Tatenlosigkeit der Hersteller. Die Hoffnungen der Open-Systems-Gemeinde, Microsofts Einfluß auf den Bereich der Clients und Abteilungs- Server zu begrenzen, richten sich daher vor allem auf die Initiative von HP und SCO.