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29.04.1988 - 

Microsoft steht in harter Konkurrenz zu Novell, aber:

Anbieter scharen sich um OS/2-LAN-Manager

NEW YORK (IDG) - Bereits zwei Monate vor Marktfreigabe ist das Gedrängel um den OS/2-LAN-Manager von Microsoft groß. Insgesamt 29 Anbieter haben jetzt angekündigt, daß sie die Software unterstützen beziehungsweise übernehmen wollen.

Entsprechende Lizenzvereinbarungen visieren unter anderem AT&T Information Systems, die NCR Corporation sowie Ungermann-Bass an. Trotz des regen Zuspruchs sind sich Marktanalysten und Anwender nicht darüber im klaren, ob, beziehungsweise wie schnell der LAN-Manager und OS/2 vom Benutzer "angenommen" werden.

Die verhaltenen Reaktionen sind unter anderem auf das gute Abschneiden von Novells Netware zurückzuführen, die heute insgesamt 150 000 Netzwerk-Knoten unterstützt. Brad Baldwin, Analyst bei Dataquest: "Die Hälfte aller PCs, die in den USA an lokale Netze angeschlossen sind, laufen unter Netware." Fraglich ist es derzeit auch noch, ob die Performance des LAN-Managers an die Leistungsfähigkeit von Netware heranreicht.

Konsens scheint jedoch in Hinblick auf die Annahme zu bestehen, daß die drei Produkte LAN Manager, Netware und IBMs LAN-Server in absehbarer Zeit den Markt beherrschen werden. Die Beliebheit des OS/2-LAN-Managers führt. man vor allen Dingen darauf zurück, daß dem Anwender künftig mehr Auswahlmöglichkeiten gegeben werden können. Die meisten der sich für den OS/2-LAN-Manager begeisternden Unternehmen haben jedoch noch kein genaues Datum für die Einführung ihrer einschlägigen Angebote genannt.

Eine Ausnahme macht hier die NCR Corporation. Sie kündigte an daß die eigene LAN-Manager-Version am zehnten Mai ausgeliefert werden soll. Gleichzeitig ließ der Computerbauer jedoch verlauten, daß auch Lizenzabkommen mit Novell und IBM in Betracht kämen. Ein Teil der 19 Firmen bekundete unterdessen auch, daß sie den LAN-Manager nicht nur auf seinen PC-Servern, sondern auch für die Unterstützung von Unix-Minicomputern einsetzen will.

Brancheninsider Mike Cohn, Direktor der Abteilung Marktanalyse und Planungsdienste bei Input aus Mountain View/Kalifornien, geht davon aus, daß die Anbieter eine einheitliche Version auf den Markt bringen. Cohn:" Die Firmen können sich keine großen Modifikationen leisten weil jede Inkonsistenz die Kommunikation mit den eigenen Netzwerken erschweren würde."