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10.11.1998 - 

Unternehmen zeigen sich noch zurückhaltend

Anbieter versuchen Messebesucher für VPNs zu erwärmen

ATLANTA (ave) - Virtual Private Networks (VPNs) befinden sich noch immer im Dornröschenschlaf. Zu unsicher, winken viele Anwender ab. Auf der Networld+Interop versuchten Veranstalter und Anbieter daher, die Technologie im Rahmen eines "Hot Spot" aufzuwerten.

Noch immer stoßen VPNs bei Anwendern nicht auf die Gegenliebe, die sich Hersteller erhoffen. In Deutschland werden sie nur zögernd angenommen, und auch in den USA hält sich bisher die Mehrheit der Firmen vornehm zurück. Der Grund: Bei der Verbindung von Firmennetzen über das Internet fehlt vielen Anwendern noch die notwendige garantierte Bandbreite, außerdem halten sie das Netz der Netze für zu unsicher.

In Atlanta rührten daher die Anbieter kräftig die Werbetrommel für das Verfahren, mit dem Firmennetze über geschützte Internet-Verbindungen miteinander verknüpft werden sollen. Altiga Networks präsentierte eine Lösung, mit der Unternehmen unterschiedlichste Hochgeschwindigkeits-Zugangsverfahren nutzen können, um aus der Ferne auf das Unternehmensnetz zuzugreifen. Der "VPN Concentrator" unterstützt gleichermaßen herkömmliche Modems, Digital-Subscriber-Line- (DSL-)Verfahren und schnelle Kabelverbindungen. Die Verschlüsselung der Übertragungen erfolgt über das Scaleable Encryption Processing (SEP), das selbst 5000 gleichzeitige Zugriffe ohne Leistungseinbußen bewältigen soll. Der Hersteller bietet die Komponente in verschiedenen Ausführungen für 50, 1250 oder bis zu 5000 parallele Sessions. Der Preis für die im Januar 1999 erscheinenden Produkte wird zwischen 10000 und 50000 Dollar liegen.

Den VPN-Markt hat jetzt auch Cable- tron entdeckt. Die Company zeigte ihre "Smart-Switch-Router"- (SSR-)Reihe, deren einzelne Modelle ebenfalls verschiedene Zugangsarten unterstützen. Allerdings zwingt Cabletron seine Kunden, je nach Verfahren andere Geräte einzusetzen. So eignet sich der "SSR 100" speziell für VPNs, die über ISDN aufgebaut werden, wohingegen der "SSR 245" für Kunden gedacht ist, die breitbandige Kabel-, Satelliten- oder DSL- Verfahren benutzen wollen. Die Preise für die Lösungen liegen voraussichtlich zwischen etwa 560 und 650 Dollar.

Einen besonderen VPN-Ansatz verfolgt der Hersteller Ipass Inc. Sein "Ipass Corporate Access" soll es ermöglichen, daß Angestellte von jeder größeren Stadt der Welt aus sicher via Internet auf Ressourcen im Unternehmensnetz zugreifen. Dazu benötigen sie eine spezielle Client-Software, über die sie sich in einen "Ipass-Net-Server" bei einem der über 3100 Ipass-Partner in mehr als 150 Ländern einwählen. Ein spezieller Ipass-Server verschlüsselt die Übertragung von Daten zwischen Client und der "Ipass-Roam-Server"-Software im Unternehmen über den Standard Secure Sockets Layer (SSL). Außerdem überwacht der Server die Dauer des Zugriffs. Laut Hersteller läßt sich die Lösung auch in Verbindung mit bereits bestehenden VPN-Lösungen nutzen.

Natürlich waren in Atlanta auch die VPN-Produkte der jüngsten Intel-Akquisition Shiva zu sehen, die die Company um die Möglichkeit von Sprachübertragungen erweitert hat. Das Know-how dazu erhielt Shiva über den Kauf der Firma Clarent. Anwender benötigen ein IP-Telefonie-Gateway dieses Herstellers, das Telefonate in Datenpakete umwandelt und zu einem "Lanrover"-VPN-Gateway routet. Von dort werden die Informationen über einen gesicherten Tunnel über das Internet verschickt. An der Gegenseite erfolgt der umgekehrte Prozeß. Lanrover ist zunächst in den USA ab etwa 6200 Dollar erhältlich.