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03.04.1992 - 

Richtiger Einsatz bringt Wettbewerbsvorteil

Andersen Consulting rät zum frühzeitigen Multimedia-Start

SULZBACH (CW) - Obwohl Multimedia-Applikationen noch nicht ausgereift sind, sollen Anwender mit der Einführung der neuen Technik beginnen, empfiehlt die Beratungsgesellschaft Andersen Consulting. Für Unternehmen, die bestehende IS-Strategien überdenken und gegebenenfalls durch Multimedia-Lösungen ergänzen wollen, ergäben sich durchaus Wettbewerbsvorteile.

Nach Einschätzung der Sulzbacher Berater gibt es bereits zahlreiche Anwendungen, die auf der Multimedia-Technik basieren, wie branchenweit die Verknüpfung von Daten, Text, Standbild, Sprache und Animation bezeichnet wird. Dazu zählen zum Beispiel die Dokumentenverwaltung in Büros, computerunterstütztes Telefonieren (CAT, Computer Aided Telephony), interaktive Präsentation und Werbung sowie Schulung und Training. Außerdem werden branchenspezifische Lösungen, etwa in der Medizin, genannt.

Anwendungen werden hierzulande kaum genutzt

Bei der Dokumentenverwaltung handelt es sich den Analysten zufolge um das am weitesten fortgeschrittene Multimedia-Anwendungsfeld. Andersen Consulting zufolge werden die Anwendungen in Deutschland jedoch bislang kaum genutzt. Auch CAT-Applikationen, die beispielsweise einem Sachbearbeiter beim Anruf eines Kunden den entsprechenden Vorgang automatisch am Bildschirm zur Verfügung stellen, seien selten im Einsatz, ebenso wie multimediale Werbe- und Beratungssysteme.

Warum viele Unternehmen beim Einsatz von Multimedia- Lösungen noch zögern, liegt laut Andersen Consulting zum einen an fehlenden Standards. Zweitens verfügten die Unternehmen oftmals nicht über die DV-technische Infrastruktur, um Bildinformationen zu verteilen. Ein Handikap sei außerdem, daß sich die multimedialen Komponenten derzeit kaum in vorhandene Informationssysteme integrieren lassen. Hinzu kommt, daß der Nutzen, den diese neue Technologie einem Unternehmen bringt, oftmals nur schwer nachgewiesen werden kann, bemerken die Sulzbacher.

Das Consulting-Haus hält jedoch den Einsatz der Multimedia-Technik auch heute schon für sinnvoll. Voraussetzung sei aber, daß die Anwendung strategische Vorteile bringt, um die Position des Unternehmens zu verbessern. Die Kosten müssen eine entstehende Wertsteigerung rechtfertigen. Für wichtig erachten die Sulzbacher außerdem, daß sich das System beim heutigen Entwicklungsstand und DV-Umfeld von den bestehenden Lösungen isolieren läßt. Ansonsten bestehe die Gefahr, daß die Vorteile durch Integrations- und Infrastruktur-bedingte Einschränkungen nicht zum Tragen kommen würden. Langfristig sollten sich die als Einzellösung installierten Multimedia-Anwendungen jedoch in die gesamte IT einbinden lassen, heißt es weiter.

Wie die Branchenkenner berichten, nutzen bereits einige Großunternehmen Multimedia-Systeme. So hat die Lebensversicherungsgesellschaft der Deutschen Bank die Vorgangsbearbeitung unter Einbeziehung der Orginaldokumente (Faksimile) weitgehend automatisiert. Als weiteres Beispiel führt Andersen Consulting die IBM an.

Bei Big Blue sollen Anwender mit interaktiven Videosystemen geschult werden, wobei die Kunden über Glasfaser-Leitungen mit der IBM-Zentrale in Stuttgart verbunden sind.

Ferner erwähnen die Berater die Multimedia-Anwendungen der Toyota-Tochter Lexus. Das Unternehmen hat in den USA via Satellit ein Multimedia-Trainingsnetz aufgebaut, um das Servicepersonal zu schulen.