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26.02.2008

Andreas Resch

In Zukunft werden aus Unternehmenssicht stärker die Flexibilisierung der Dienste, das Bewusstsein um die Kritikalität und Sensitivität der Daten sowie die Industrialisierung der Betriebsabläufe und der RZ-Produkte im Vordergrund stehen.

Schlagworte wie Konsolidierung und Virtualisierung und Green IT sind heutzutage zwar in aller Munde. Mit diesen Begriffen allein kann man aber noch kein zukunftsweisendes, umfassendes RZ-Konzept erstellen, sie bilden lediglich wichtige Puzzle-Steinchen.

Würde man heute ein Konzern-RZ auf der grünen Wiese planen, bestimmten Redundanz und Standardisierung für alle RZ-Belange die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Lösung: Standardmäßig würde man Wert auf eine Gebäuderedundanz legen (zwei einzeln stehende unabhängige RZ-Gebäude in geeignetem Abstand). Für einen globalen Dauerbetrieb ohne kundenbeeinträchtigende Wartungsunterbrechung (etwa feste Wochenenden oder längere Downtimes) werden jedoch neue Betriebsformen benötigt, die auf einem RZ-Cluster aus mehr als zwei Gebäuden basieren werden.

Die bauliche RZ-Ausführung (Schutz vor Beeinträchtigung von innen und außen) muss der Kritikalität und den Anforderungen an die Verfügbarkeit der gehosteten Daten angemessen sein. Wichtig ist, die Güte, Kapazität und Autarkie aller einzelnen Komponenten angemessen zu planen und die Verfügbarkeit von Energie und Kühlung zu vertretbaren wirtschaftlichen Konditionen zu gewährleisten.

Höhere Bedeutung als bisher werden die redundanten, sicherheitskritischen und hochperformanten RZ-Netzwerkkonzepte (innerhalb und zwischen den RZ-Gebäuden) erlangen. Planungsgüte, effizientes Carrier- und Mandanten-Management sowie integrierte Sicherheitskonzepte sind die kommenden Herausforderungen. Externe Collaboration mit Geschäftspartnern ist sicherheitstechnisch nahtlos und schnell zu integrieren.

Standards und Herstelleroptimierung im Bereich der Systeme (Server, Storage, Backup, Betriebssysteme und Systems-Management) bilden die Grundlage für einen wirtschaftlichen Betrieb. Virtualisierung bietet weiteres Potenzial zur Kostensenkung durch bessere Ressourcenausnutzung und trägt zur Erhöhung der Flexibilität hin zu adaptiven IT-Services bei. Sie unterstützt ferner einen höheren Grad der Automatisierung und ist damit Wegbereiter für die Industrialisierung der IT.

Komplexitätsreduktion in der Bewirtschaftung lässt sich nur durch ein ganzheitliches System-, Applikations- und End-to-End-(E2E-)Management erreichen. Die Betriebskonzepte werden streng an einheitlichen Frameworks ausgerichtet sein (Itil, Cobit etc.) Dabei gilt es, Opera-tional-Level-Agreements (OLAs) für jeden Delivery Block zu vereinbaren und zu leben. Das E2E-Service-Level-Management auf das Gesamtprodukt ist ferner ausschlaggebend für die Grundlage der Sourcing-Entscheidung.

IT-Verantwortliche sollten sich bewusst machen: In Zukunft werden Konzern-ITs nur mit einem auf die jeweilige Firma abgestimmten Produkt-Portfolio-Lifecycle einen Integrationsvorsprung erhalten. Dieser wird sie dauerhaft vor den größeren externen Anbietern auszeichnen."