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25.02.1994

Angeblich weltweit bestes Preis-Leistungs-Verhaeltnis Apple stellt auf der CeBIT 1994 Power-Macintosh-Systeme vor

MUENCHEN (CW) - Apples naechste Rechnergeneration, die unter der vorlaeufigen Bezeichnung Power Macintosh firmiert, erregt die Gemueter schon lange vor ihrer Praesentation am 14. Maerz 1994 in New York und am darauffolgenden Tag vor der Eroeffnung der CeBIT in Hannover.

Das US-amerikanische Fachblatt fuer den Handel "Open Systems Today" kommt zu dem Ergebnis, dass die Power-PC-basierten Rechner den besten Preis-Leistungs-Faktor aller am Markt verfuegbaren RISC- Einstiegssysteme bieten. Bei dieser Feststellung beruft sich das Blatt auf interne Dokumente der Apple Computer Inc. sowie auf Quellen aus der Industrie.

Offensichtlich liegen "Open Systems Today" auch schon detaillierte Angaben darueber vor, welche Rechner in der dritten Maerzwoche vorgestellt werden. Das kleinste System ist ein "Power Macintosh 6100/60", das mit dem mit 60 Megahertz getakteten Power-PC-Chip 601 rechnet und rund 2000 Dollar kosten soll. Modell "7100" (66 Megahertz) ist angeblich fuer 3000 Dollar zu haben, das zunaechst leistungsfaehigste Modell "8100" (80 Megahertz) sei 4500 Dollar teuer.

Saemtliche Maschinen werden standardmaessig mit 8 MB Arbeitsspeicher ausgestattet sein, der sich auf 72 MB, 136 MB und bis zu 264 MB ausbauen laesst. Der kleinste Rechner ist nach den vorliegenden Informationen mit einer 160 MB, die beiden anderen Modelle mit einer 250 MB grossen Festplatte ausgestattet. Allen gemein ist ein Ethernet-Anschluss. Die Modelle 7100 und 8100 verfuegen ueber drei Erweiterungssteckplaetze sowie zwei SCSI-Kanaele, das kleine System ist diesbezueglich je einfach ausgelegt.

Da der Power-PC-Chip 601 nach den Spec-Benchmarks einen Wert von 60 Specint92 und 80 Specfp92 erzielt, errechnet das US-Blatt fuer die Apple-Rechner - auf Basis der kolportierten Preise - die industrieweit sehr guenstigen Preis-Leistungs-Faktoren.

Mit einem Verhaeltnis von 33 Dollar pro Specint92- sowie von 25 Dollar pro Specfp92-Wert schlaegt Apples Einstiegsmodell nicht nur Hewlett-Packards kostenguenstigstes Modell (68,9 Dollar/50,6 Dollar). Auch die ebenfalls nicht naeher bezeichneten Systeme von Digital Equipment (84 Dollar/70,6 Dollar), von Sun Microsystems (151,3 Dollar/ 190,2 Dollar) und von der IBM (245,1 Dollar/149,6 Dollar) koennen nach den Informationen von "Open Systems Today" mit den Apple-Rechnern nicht konkurrieren.

Sogar die Pentium-Maschine "DP60/PCI" von der IBM-Tochter Ambra konnte - mit Intels 60-Megahertz-CPU ausgeruestet und 2670 Dollar teuer - nicht mithalten: Hier errechneten sich Preis-Leistungs- Werte von 44,48 Dollar pro Specint92 und von 45,24 Dollar pro Specfp92.

Das Blatt teilt unter Berufung auf Apple-Quellen ferner mit, dass das Unternehmen den Windows-Emulator "Softwindows" von der Insignia Solutions Ltd. auf den Power-Macintosh-Maschinen einsetzen wird: Trotz Geschwindigkeitseinbussen, wie bei Emulator- Software ueblich, koenne man mit Apples neuen Systemen die Rechenleistung eines 486-Intel-PCs mit 25 Megahertz Taktrate erzielen.

Die bisherigen Mac-Anwendungen auf Basis der 680X0-Motorola- Architektur liessen sich vermittels der Emulatorsoftware im Mac- Betriebssystem System 7 nutzen. Ausserdem soll es bereits ungefaehr 50 namhafte Anwendungen geben, die auf die Power-PC-Architektur angepasst wurden. Hierzu wuerden "Excel", "Word", "Works", "Wordperfect", "Pagemaker" und "Clarisworks" gehoeren.