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01.03.1985 - 

DGB fordert soziale Kontrolle bei Büroautomation:

Angestellte an breiter Front gefährdet

DÜSSELDORF (lo) - Kein Blatt vor den Mund über den "sozial unkontrollierten Einsatz neuer Büro- und Verwaltungstechniken" nahm DGB-Vorstandsmitglied Siegfried Bleicher. "Das Büro ist das Rationalisierungsschlachtfeld der Zukunft", mahnte er vor dem Bundesangestelltenausschuß des DGB.

In den Monaten Dezember 1984 und Januar 1985 sei die Zahl der arbeitslosen Angestellten um 3,6 Prozent gestiegen, knapp 800 000 seien also ohne Beschäftigung. Somit betrage der Anteil von Angestellten an der Gesamtarbeitslosigkeit bereits fast ein Drittel.

"Witterungseinflüsse" als Begründung für Arbeitslosigkeit besäßen im Gegensatz zur Gesamtlage äuf dem Arbeitsmarkt wohl kaum bedeutendes Gewicht. "An breiter Front", so Bleicher, seien künftig die negativen Auswirkungen neuer Techniken zu befürchten: Da rund ein Drittel aller Arbeitsplätze im öffentlichen und privaten Dienstleistungssektor automatisierbar sei, drohe hier eine tiefgreifende Beschäftigungskrise. Schon lange bilde dieser Arbeitsmarktsektor zudem keine Reserve mehr für Arbeitslose aus dem gewerblichen Bereich.

Weder unkritische Anbetung noch undifferenzierte Verweigerung führe zu einer sinnvollen Politik, die, so meinte Bleicher, volkswirtschaftliche Notwendigkeiten mit den Interessen der Arbeitnehmer verbinden müsse.