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02.03.2001 - 

Angehörige von Minderheiten wurden angeblich benachteiligt

Angestellte verklagen Microsoft wegen Diskriminierung

MÜNCHEN (CW) - Offiziell hat Microsoft "null Toleranz" für Diskriminierung am Arbeitsplatz. Faktisch sieht sich der Konzern aber gleich mit vier Klagen von Mitarbeitern wegen angeblicher Rassendiskriminierungen konfrontiert.

Im Oktober 2000 hatte die Anwaltskanzlei Cohen, Milstein, Hausfeld & Toll im Auftrag von Monique Donaldson bereits eine Klage gegen Microsoft eingereicht. Das Unternehmen habe die Donaldson aus rassischen Gründen wie auch wegen ihrer Geschlechtszugehörigkeit benachteiligt.

Jetzt beschuldigte Landruff Trent die Gates-Company wegen angeblicher ähnlicher Vergehen. Der Konzern diskriminiere schwarze Angestellte, wenn es um deren Beurteilung und Beförderung gehe. Trent lässt sich durch den Staranwalt Johnnie Cochran vertreten. Dieser wurde über die Landesgrenzen der USA hinaus bekannt, als er den ehemaligen Football-Star O.J.Simpson aus einer Mordklage herauspaukte.

In einer dritten Klage, die von Rechtsanwalt Carl Lopez aus Seattle für seinen Mandanten Ronald Douglas eingereicht wurde, wird Microsoft beschuldigt, diesem weniger Gehalt gezahlt und eine geringere Zahl von Aktienoptionen angeboten zu haben als weißen Mitarbeitern in ähnlichen Positionen.

Microsoft-Sprecher Matt Pilla sagte, das Unternehmen habe "null Toleranz" gegenüber Diskriminierung am Arbeitsplatz. Er sagte lediglich, 21,6 Prozent aller in den USA bei Microsoft Beschäftigten seien Angehörige von Minderheiten. Außerdem biete die Firma seinen Managern Schulungen an, um mit der Diversität der Beschäftigten richtig umzugehen.

Neben diesen drei in Seattle anhängenden Prozessen muss sich Microsoft aber auch in Washington D.C. einer Klage sieben schwarzer Mitarbeiter erwehren. Die zum Teil noch bei dem Softwarehaus Beschäftigten haben bei ihren Forderungen recht handfeste Vorstellungen: Sie klagen auf Zahlung von fast fünf Milliarden Dollar. Grund seien Diskriminierungen, deren sich das Unternehmen angeblich im Beurteilungsverfahren und durch Nichtbeförderungen der Kläger schuldig machte. Ferner habe Microsoft ihnen weniger Gehalt gezahlt als weißen Angestellten. Verglichen mit diesen seien schwarzen Mitarbeiter auch häufiger Kündigungen anheim gestellt worden.