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12.03.1999 - 

Ankündigungen zu Java

Ankündigungen zu Java Kommt Picojava-Chip doch noch?

SAN MATEO (IDG) - Sun nimmt einen neuen Anlauf. Über eine Kooperation mit Cadence versucht der Hersteller, doch noch einen Java-Prozessor für eingebettete Systeme auf den Markt zu bringen. Außerdem gab es mehrere Ankündigungen für Java.

Der Markt für alternative Internet-Zugangsgeräte hat es Sun Microsystems Inc. angetan. Um die Entwicklung in diesem Bereich stärker auf die eigene Programmiersprache Java hin voranzutreiben, hat der Hersteller jetzt eine Allianz mit Cadence Design Systems Inc. geschlossen. Nach der eher enttäuschenden Vorstellung des ersten Java-Chips "Micro Java 701" Ende letzen Jahres (siehe CW 50/98, Seite 45) hofft Sun nun, mit dem Know-how von Cadence neue Prozessoren entwerfen zu können, die eine Java Virtual Machine (JVM) beinhalten. Diese ist als Ablaufumgebung für Java notwendig. JVM-Chips für den Einsatz etwa in Personal Digital Assistants (PDAs) oder Haushaltsgeräten könnten auch Java zum Durchbruch verhelfen. Eigenen Angaben zufolge liefert Sun bereits Java-Chips als Designvorlagen an Cadence. Mel Friedman, President von Suns Microelectronics Division, gibt sich zuversichtlich, daß die "Picojava"-Prozessoren Leistungszuwächse für Java bringen werden. Der Programmiersprache wird vorgeworfen, die Kompilierung des Java-Codes innerhalb der JVM sei zu langsam. Cadence sei der optimale Partner, um hier eine Verbesserung zu erreichen, da es sich sowohl im Software- als auch im Halbleiterbereich auskenne.

Abgesehen davon lenken weitere Ereignisse die Aufmerksamkeit auf Java. 15 unter dem Namen Open Services Gateway Initiative (OSGI) zusammengeschlossene Hersteller haben eine Spezifikation für ein Services-Gateway unter Java bekanntgegeben. "OSG 1.0" sei eine herstellerunabhängige Norm, auf deren Grundlage sich Rechenzentren und lokale Netze im Heim- und Kleinbürobereich verbinden lassen. Solche Gateways erlauben beispielsweise Banken, ihre Geldautomaten aus der Entfernung um neue Funktionen zu erweitern.

Sun selbst stellte Version 1.0 seines "Java Embedded Server" vor. Es handelt sich dabei um einen auf verteilte Umgebungen zugeschnittenen, schlanken Applikations-Server, der konform zu OSG 1.0 sein soll. Sun plant, ihn in einer späteren Version (Codename "Aladdin") so zu erweitern, daß er auch eine Lookup- und Registrierkomponente für Jini-Netzumgebungen enthält. Eine erste Version könnte möglicherweise schon auf der Konferenz "Javaone" im Juni zu sehen sein.