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22.04.1988

Anruf ist kein Argument

Ein "abrundendes" Urteil sollte beinhalten, daß die Dokumentation dem aktuellen Stand des Programmes entsprechen muß. Auch dagegen wird oft verstoßen.

Wenn man die rechtliche und vertragsorganisatorische Beratung eines EDV-Anbieters übernimmt, sollte man sich möglichst bald die Benutzerdokumentationen für Standardprogramme ansehen. Es entwickelt sich dann meist eine schwierige Diskussion über "Verbesserungen: die die Datenverarbeiter in der Regel aber als solche nicht anerkennen. Sie haben nämlich aus ihrer Praxis heraus einen schlagenden Grund: Der Kunde schaue sowieso nicht in die Dokumentation, sondern rufe beim Lieferanten an.

Hier wurden so viele Urteile nacheinander abgedruckt, um zu verdeutlichen, daß dieses Argument rechtlich nicht hilft: Eine gute Benutzerdokumentation muß sein. Bei der vertragsorganisatorischen Beratung kann man dann noch versuchen, diese Forderung damit schmackhaft zu machen, daß eine schöne Benutzerdokumentation doch ein gutes Verkaufsargument sei.

Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum eine vollständige Benutzerdokumentation so wichtig ist: Wenn ein Gericht feststellen soll, ob das Programm nun die geschuldeten Funktionen hat oder nicht, tendiert es verständlicherweise dazu, die Benutzerdokumentation zum Maßstab zu nehmen. Das geht aber nur dann, wenn die Benutzerdokumentation den Inhalt der Programme erkennbar erschöpfend beschreiben soll. Also muß die Benutzerdokumentation auch den Eindruck vermitteln, daß sie erschöpfend ist.