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17.06.1994

Anschlussmoeglichkeiten fuer Ethernet erheblich ausgeweitet Auspex konzentriert sich auch weiter auf den File-Server-Markt

MUENCHEN (CW) - Die Auspex Systems Inc., Anbieter von Fileserver- Systemen, hat ihre Rechnerpalette um eine weitere Systemfamilie ausgebaut. Die unter dem Unix-Derivat Solaris von Sunsoft laufenden Maschinen sind in der groessten Ausbaustufe mit Disk- Array-Massenspeichern von bis zu 180 GB ausgestattet.

Die Server zeichnen sich durch eine abgestufte Prozessorhierarchie aus: Eine Hypersparc-CPU dient als eigentliches Gehirn der Maschine, auf ihr laufen Standard-Unix-Anwendungen ab. Zwei auf einer Netzwerkkarte aufgebrachte Sparc-Chips erledigen zum einen die Arbeiten im Netz, zum anderen den Dateientransport. Bis zu fuenf Netzprozessorkarten koennen in den Auspex-Servern eingesetzt werden.

Die Prozessoren nutzen den Auspex-eigenen sogenannten Mikrokernel Functional Multiprocessing Kernel (FMK). Dieser verarbeitet nach Unternehmensangaben NFS-Arbeitslasten (Network File System) effektiver als dies andere auf Unix basierende Betriebssysteme, die auf symmetrischen Multiprozessor-Maschinen laufen, koennen.

Die Modell-Famillie der "NS-7000"-Rechner teilt sich auf in die Einstiegslinie "200" und die Topmodelle der Reihe "500". Die 200- Systeme sind intern mit bis zu sieben 3,5-Zoll-Festplatten mit je 1,75 GB Kapazitaet ausgestattet. Als Ausbauoption bietet Auspex ein Erweiterungschassis an, das weitere 14 Laufwerke bereitstellt. Maximal lassen sich die Abteilungsserver also mit bis zu rund 55 GB Massenspeicherkapazitaet ausstaffieren.

In Deutschland seit Oktober 1993

Die High-end-Linie 500 nutzt hingegen 5,25-Zoll-Festplatten, die bis zu 3 GB fassen. Intern bis zu 20 Laufwerke und extern bis zu weiteren 120 GB Kapazitaet durch ein zusaetzliches Gehaeuse mit bis zu 40 Festplatten erlauben Ausbaumoeglichkeiten bis zu 180 GB an Massenspeicher. Alle Festplatten stammen von Micropolis.

Von besonderem Interesse fuer Anwender duerfte zudem sein, dass Auspex bei den NS7000/500-Modellen jetzt bis zu 24 Ethernet- Anschluesse sowie zwei FDDI-Anschluesse unterstuetzt. Bei den NS6000- Modellen waren es lediglich acht. Die kleineren 200-Systeme haben bis zu zwoelf Ethernet-Schnittstellen und zwei FDDI- oder MLT3- Anschluesse.

Alle bisherigen Modelle der NS5000- und NS6000-Reihen lassen sich nach Unternehmensangaben durch Austausch der Prozessorkarten auf die NS7000-Systeme aufruesten, die alle uebrigens fuer Oracle Version 7 verifiziert wurden.

In Deutschland besitzt Auspex seit Oktober 1993 eine Niederlassung in Grasbrunn bei Muenchen. Zu den Preisen der 7000-Modelle wollten sich die deutschen Manager noch nicht aeussern. Der britische Brancheninformationsdienst "Computergram" meldet, dass Serie-200- Systeme ab rund 65000 Dollar fuer einen Einstiegsrechner, etwa 75000 Dollar fuer einen Rechner plus einer Massenspeicher- Erweiterungseinheit sowie 85000 Dollar fuer ein System mit zwei Erweiterungseinheiten kosten.

Fuer die 500er Maschinen sind - je nach Massenspeicherkonfiguration - zwischen 113 000 und bis zu knapp 190000 Dollar zu bezahlen. Die Systeme sind ab Ende Juni 1994 verfuegbar.