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06.01.1995

Ansehnliches Umsatzwachstum und hoher Profit Sterling gibt einen stattlichen Braeutigam fuer Knowledgeware ab

MUENCHEN (qua) - Mit Gesamteinnahmen von 473,4 Millionen Dollar und einem Gewinn von

93 Millionen Dollar hat die Sterling Software Inc., Dallas, am 30. September ihr Geschaeftsjahr 1994 beendet. Die Akquisition der angeschlagenen Knowledgeware Inc., Atlanta, wurde erst am 30. November von den Aktionaeren gebilligt und konnte das Bilanzergebnis in keiner Weise trueben.

Um 13,8 Prozent haben die Texaner den Umsatz des Vorjahres uebertroffen, waehrend der Profit sogar auf mehr als das Doppelte des 1993 erzielten Wertes stieg. Der Gewinn pro Aktie betrug 2,31 Dollar.

Das vierte Quartal trug ueberproportional zum Gesamtergebnis bei: 131,4 Millionen Dollar nahm das Unternehmen von Juli bis September letzten Jahres ein. Das sind 17,4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs.

Allerdings lassen sich die Zahlen der beiden letzten Geschaeftsjahre nicht ohne weiteres vergleichen: Von Oktober 1993 bis September 1994 hat das durch eine lange Reihe von Firmenuebernahmen gross gewordene Software-Unternehmen eine kleine Akquisitionspause eingelegt und dadurch so manchen Dollar beiseite legen koennen.

Auch bei der Uebernahme von Knowledgeware zeigte das Sterling- Management Kostenbewusstsein: Es unterzog seinen urspruenglichen Antrag einer Revision, als bekannt wurde, dass die holde Braut ein wenig Bilanzkosmetik getrieben hatte (vgl. CW Nr. 37 vom 16. September 1994, Seite 71: "Knoledgeware-Verlust spart Sterling etwa 60 Millionen Dollar").

Wie Peter Rasp, Geschaeftsfuehrer der Duesseldorfer Sterling Software GmbH und Praesident des Unternehmensbereichs Zentraleuropa, erlaeutert, war die Knowledgeware Inc. vor der Uebernahme an einem Punkt angekommen, wo sie die Gehaelter ihrer Mitarbeiter nicht mehr zahlen konnte. Den Beleg dafuer liefert die Knowledgeware-Bilanz des letzten Quartals, die einen Verlust von 25,8 Millionen Dollar ausweist. Eigenen Angaben zufolge hat Sterling Software zunaechst 25 Millionen Dollar investieren muessen, um das marode Unternehmen zu sanieren.

Vorsichtshalber wurden denn auch nur 80 Prozent der Knowledgeware- Aktien in Sterling-Anteile umgewandelt. Der Rest ruht fuer zwei Jahre auf einem Treuhandkonto und soll laut Pressemitteilung nur dann an die Aktionaere ausgegeben werden, wenn er nicht benoetigt wird -

"in Verbindung mit schwebenden oder drohenden Rechtsstreitigkeiten, Aktionen, Forderungen, Verfahren oder Ermittlungen, fuer die Sterling Software zur Entschaedigung berechtigt ist".

Im Zusammenhang mit der am 1. Dezember fuer gueltig erklaerten Akquisition verloren weltweit 100 Knowledgeware-Mitarbeiter und 150 Sterling-Angestellte ihre Arbeitsplaetze. Die Gehaltsliste des Gesamtunternehmens verzeichnet derzeit etwas mehr als 600 Namen.