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Baldige Verabschiedung des SMT Managements

ANSI bemüht sich um komplette und praxisnahe FDDI-Lösungen

14.06.1991

SANKT PETERSBURG (IDG) - Standardisierungsgruppen nehmen sich jetzt verstärkt den Netzwerk-Problemen an, die bisher einer weitreichenden Akzeptanz von FDDI im Wege standen. Jüngste Bemühungen richten sich unter anderem auf das Station Management (SMT).

Zu den Gremien, die sich derzeit verstärkt mit FDDI befassen, gehören die ANSI-Gruppe X3T9.5 mit Ambitionen speziell im SMT-Bereich und zwei ihr angegliederte Ad-hoc-Arbeitskreise, die sich die Schaffung von kostengünstigeren Anwendungsmöglichkeiten von FDDI auf ihre Fahnen geschrieben haben.

Der komplette FDDI-Standard umfaßt insgesamt vier Dokumente; drei davon wurden bereits fertiggestellt: Sie definieren optische Spezifikationen, ein Schema zur Datenverschlüsselung und Verfahren zur Paketbildung sowie Paketadressierung. Das letzte Dokument hierfür wurde im vergangenen Dezember ein Draft Proposal vorgelegt - erstreckt sich auf das Station Management mit Funktionen zur Fehlersuche und deren Beseitigung.

Nach Angaben von Bruce McClure, Vorsitzender der ANSI-Gruppe FDDI-2 und Vizepräsident von Synernetics, soll die SMT Management Information Base (MIB) an die Guideline Definitions for Managed Objects (GDMO) im Sinne einer Konvertierung angepaßt werden. Bei GDMO handelt es sich um einen vorgeschlagenen ISO- Standard, der das Management von Netzwerkobjekten definieren soll. Wie Wayne Foco, der als Programmierer für IBMs Communications System Group in Raleigh arbeitet, betont, orientiert sich das gegenwärtige MIB-Format noch nicht an den heutigen internationalen Normen. Aufgrund dieser Unstimmigkeiten lasse sich beim Anschluß eines LANs mit SNMP-Betrieb an ein FDDI-Netz keine übergreifende Verwaltung gewährleisten.

Nachdem mitterweile Hunderte von Vorschlägen eingegangen sind, die sich unter anderem auf eine MIB-Konvertierung richten, soll im Juli nach Angaben von McClure nun ein neuer Entwurf erarbeitet werden, über den die Standardisierer dann erneut abgestimmen müssen.

Mitglieder des ANSI-Kommitees gehen von einer Fertigstellung der SMT-Norm bis zum Ende dieses Jahres aus.

Neben der kompletten Verabschiedung des FDDI-Standards wollen die Normierungsinstanzen den Einsatz des Fiber Distributed Data Interface breiteren Anwenderkreisen schmackhaft machen. Die beiden Ad-hoc-Arbeitsgruppen plädieren daher im Hinblick auf mögliche Einsparungen beim FDDI-Equipment auf eine Verkürzung der mit Hilfe von Komponenten wie Konzentratoren oder Repeatern überwundenen Glasfaserstrecken und die Verwendung von alternativen Medien wie zum Beispiel ungeschirmte oder geschirmte Zweidrahtleitungen.