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19.02.1993 - 

KONSTRUKTION & FERTIGUNG / Eine Cadresys-Umfrage belegt neue Entwicklungen

Anspruchsvolle CAD-Systeme erobern die Architekturbueros

Nicht einmal ein Drittel, genau: 31 Prozent, der Architekten nutzt derzeit CAD-Systeme bei der Arbeit. Aber der Branche steht ein Wandel bevor. 61 Prozent der restlichen Architekturbueros naemlich erklaerten, sie stuenden kurz vor der Einfuehrung entsprechender DV-Loesungen.

Die bisher installierten Systeme sind zu einem erheblichen Teil von Unzulaenglichkeiten gepraegt. "Die landlaeufige Hardware- Infrastruktur in den Architekturbueros ist noch relativ schlicht", stellt Cadresys in einer Pressemitteilung fest. Etwa die Haelfte der Architektensoftware laeuft auf Einzelplatz-PCs unter DOS oder OS/2. Nur ein Zehntel der Installationen sind in ein LAN eingebettet.

Unter diesen Voraussetzungen nimmt es nicht Wunder, dass Autodesk mit "Autocad" Marktfuehrer ist. Nach Angaben von Cadresys habe die Umfrage aber zugleich belegt, dass die traditionellen Ingenieur-Tools zunehmend gegenueber Programmen ins Hintertreffen geraten, die den spezifischen Anforderungen der Architekten entsprechen. Wegen deren hoeheren Ressourcenbedarfs koennte sich auch hier ein Trend zu Unix-Systemen herausbilden.

Die Einfachheit der Anwendung ist eine der wichtigsten Forderungen der Anwender an die CAAD-Systeme. Andere allgemein geaeusserte Erwartungen sind AVA-Anbindung, echte 3D-Faehigkeit, qualifizierte Hotline und makellose Ausgabe an Monitor und Plotter. Fuer Cadresys ist letztere Forderung Hinweis auf ein Defizit, "wenn man bedenkt, dass viele SW-Pakete selbst einfache Aufgaben wie die Generierung gleichmaessiger Linien nur unzureichend erfuellen".

Probleme vor allem bei grafischen Editoren

In der Aufzaehlung der Probleme kritisieren die Architekten allerdings vor allem Schwierigkeiten der Programme bei der 3D- Konstruktion und bei der rechenintensiven Praesentation mit fotorealistischer Objektvisualisierung. Weitere haeufige Beschwerden gelten unterdimensionierten Bibliotheken, Ungenauigkeiten des grafischen Editors etc. Haeufig lautete die Antwort auch: "Die Maschinen sind zu langsam."

Dennoch aeusserten sich mehr als drei Viertel der Anwender ueber ihre CAAD-Loesung zufrieden oder sehr zufrieden. Ein wichtiger Grund scheint die kurze Amortisationszeit zu sein, die weniger als ein Jahr betraegt. Insbesondere bei Planaenderungen und Praesentationen lassen sich erhebliche Produktivitaetssteigerungen erreichen. Bessere Qualitaet der Arbeiten und nicht zuletzt die Verwendung von Computern selbst fuehren zu einem gehobenen Image bei den Kunden der Architekten.

Insgesamt zeige sich allerdings nach Analyse von Cadresys auch ein leicht verzerrtes Bild der CAAD-Wirklichkeit. Neue Anwender ueberschaetzten haeufig die Leistungsfaehigkeit der Systeme. Zugleich wuerden sie aber potentielle Schwierigkeiten wie lange Einarbeitungszeiten und mangelnde Zukunftssicherheit zu hoch bewerten. Gegen die verbreitete Angst davor, Investitionen in den Sand zu setzen, sei angesichts der mitunter erheblichen Einstiegskosten mit kompetenter Beratung und umfassender realistischer Aufklaerung anzugehen.