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28.10.1983

Anstelle einer Kolumne: Zitate

Ein "Doppel-DECer" war Digital Equipments Personal-Computer-Debüt in einer CW-Kolumne 1982 (Ausgabe 20 vom 14. Mai) - wie ein zweischneidiges Schwert nämlich, das sich gegen den richten konnte, der es führt. Zitat: "Für DEC-Kenner ist diese Argumentation (Konfrontation mit IBM auf dem PC-Markt) ein gefundenes Fressen, auf das mögliche Scheitern des im technisch-wissenschaftlichen Feld beheimateten Mini-Anbieters hinzuweisen. "Und weiter: "Es spricht in der Tat einiges für die Annahme, daß Digital am besten dort gedeiht, wo IBM nicht ist." Fazit, damals, in eine Frage gekleidet: "Steht DECs Rainbow unter einem schlechten Stern?"

"DEC-Fehlfarben" war der Titel einer CW-Kolumne im August dieses Jahres (Ausgabe 35 vom 26. August). Zitat: "Nach draußen verkünden die Öffentlichkeitsarbeiter des Minicomputer-Marktführers Digital Equipment Optimismus, intern wird die Lage anders gesehen. Mit ihren 1982 angekündigten Mikros, dem 'Rainbow' und den 'Professional'-Modellen, haben die DEC-Manager bisher wenig Fortüne bewiesen." Und weiter: "Von einigen DEC-Kennern wird die Entscheidung Ken Olsens, ins Personal-Computer-Busineß einzusteigen, denn auch bereits für die Niete seines Lebens gehalten."

Ein "angeschlagener Champion", der erstmals das Knie beugen muß, das ist DEC in einem Beitrag dieser Ausgabe (Seite 1) - und niemand vermag jetzt schon vorauszusagen, bis wann sich der Minimaker von dem Schrecken erholen kann. Gewiß: DEC hat die Möglichkeit, mit eigener Kraft aus dem Schlamassel herauszukommen. Man hat loyale Kunden und ein ausgezeichnetes Image, was die Qualität der Produkte betrifft. Die Herausforderung für den Technologie-Riesen lautet vielmehr, aus DEC eine Marketing-Company zu machen. So etwas läßt sich nicht im Handumdrehen bewerkstelligen. Das braucht Zeit, Monate, wenn nicht Jahre. Ja, Brancheninsider bezweifeln gar, daß DEC-Gründer und Präsident Ken Olsen die Wende überhaupt will.

Der PDP-Vater ist ein Mann mit ehernen Grundsätzen, der den gradlinigen Lösungsansatz bevorzugt - und einen als vermeintlich richtig erkannten Weg unbeirrt fortsetzt - mit an Starrsinn grenzender Konsequenz, sagen seine Kritiker. Den Rat, sich aus Märkten herauszuhalten, auf die IBM spitz ist, wird man Digital tunlichst nicht mehr geben können. Big Blue sucht die Konfrontation an allen Fronten.

Apropos IBM: "Die IBM-PC-Front steht", das war der Tenor der Kolumne in der CW vom 8. Juli 1983 (Ausgabe 28). Zitat: "Der Mainframe-Riese muß so tun, als ginge es ihm um den Heim- und Spielcomputermarkt - um den es natürlich auch geht (Peanut-Spekulationen!) -, während er in Wahrheit um das SNA-Geschäft bangt und um seine Rolle als Leader in der verteilten Datenverarbeitung."

"370 als PC-Standard", das war das Thema einer Kolumne im Sommer 1983 (Ausgabe 35 vom 26. August). Zitat: "Es ist anzunehmen, das der IBM Personal Computer bei großen Organisationen die 3270-Datenstation ersetzen wird."

"IBM macht den Personal Computer 370-fähig", das ist ein Aufmacher dieser Ausgabe (Seite 1). Vorbei ist es mit dem offenen PC-System - den 68000-Mikrocode müssen die sogenannten "Kompatiblen" erst nachbilden.

In einem Punkt lagen wir gründlich daneben: Die IBM bangt nicht. Warum sollte sie auch. Gerade haben die am Antitrustprozeß "US-Regierung versus IBM" beteiligten Juristen ihre Roben eingemottet.