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21.10.1988 - 

16-MBit-Version von IBM, Proteon und 3Com löst keine Euphorie aus

Anwender: 4-MBit-Token-Ring reicht aus

FRAMINGHAM (IDG) - Keineswegs erfreut äußerten sich Anwender über Gerüchte, daß IBM, Proteon und 3Com Ende des Jahres eine 16-MBit/s-Version des Token-Ring-Netzes ankündigen werden. Die schnellere Version soll angeblich in der ersten Hälfte 1989 auf den Markt kommen.

Inzwischen haben viele Anwender bekräftigt, daß sie mit der 4-MBit/s-Version von Token-Ring zufrieden seien.

Der 16-MBit/s-Ring erfordert den Austausch der vorhandenen Verkabelung und sei somit auch nur für diejenigen Unternehmen sinnvoll, die sowieso ein neues Verkabelungskonzept planen. Nach 1989 sei mit einer größeren Akzeptanz des FDDI-Standards zu rechnen, der Übertragungsgeschwindigkeiten von 100-MBit/s ermöglichen wird.

Die Ankündigung gleich zwei neuer High-Speed-Netze in einem relativ kurzen Zeitraum trägt zur Verwirrung der Anwender bei. Erst kürzlich goß Proteon mit seinem Pronet 10 Wasser auf die High-Speed-Mühle. Nach Angaben von Marktbeobachtern und Händlern verkauft sich das 10-MBit/s-schnelle Netz jedoch schlecht. Im Vergleich zu der angekündigten Token-Ring-Version werden dem Pronet wenig Chancen eingeräumt.

Token-Ring-Anwender sehen laut einer Umfrage der COMPUTERWORLD als Einsatzbereiche für die 16-MBit/s-Version spezielle Anwendungen wie den Backbone-Bereich, beispielsweise für Hochschulen und größeren Organisationen. Ebenso sei diese Version geeignet, eine große Zahl von LANs zwischen mehreren Stockwerken eines Gebäudes zu verbinden, gewissermaßen als Sub-Backbone. Ferner sei die Version für Anwendungen wie High-Speed-Grafik oder für die Vernetzung von Workstations in der Medizin denkbar.

Beobachter schätzen, daß IBM größere Verkaufschancen als die Konkurrenz hat. Der Preis für die High-Speed-Version wird bei 1 000 Dollar liegen.