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17.02.1995

Anwender befragen den Microsoft-Chef Bill Gates: Der DOS-Prompt verschwindet vom Bildschirm

AUCKLAND (IDG) - Viele Fragen liess Microsoft-Chef Bill Gates offen, als er im Rahmen einer Praesentation vor Anwendern in Auckland, Neuseeland, fuer seine Betriebssystem-Strategie warb. Einige der Gaeste nutzten daher die Gelegenheit, Gates die fehlenden Informationen im persoenlichen Gespraech zu entlocken. Don Hill, Redakteur der "Computerworld Neuseeland" hat mitgeschrieben.

Erster Anwender: Sie haben viel ueber Ihre Produkte und auch ueber Apples Betriebssystem geredet, aber kein Wort ueber IBM verloren. Spielt Ihr frueherer Partner denn gar keine Rolle mehr im Markt?

Gates: Der Schluessel zum Erfolg im Betriebssystem-Geschaeft ist es, die Entwickler fuer sich zu gewinnen. Fuer keines der IBM- Betriebssysteme interessieren sich genug Softwarehaeuser, gleichgueltig ob es um Workplace OS, MVS, Kaleida, Taligent oder selbst OS/2 geht. Zudem haben wir dafuer gesorgt, dass die fuer Windows 95 geschriebenen Anwendungen nicht unter OS/2 laufen. Umgekehrt hat OS/2 keine Features von Windows 95. Warum sollte also ein Entwickler in OS/2 investieren?

Zweiter Anwender: Empfehlen Sie Ihren Kunden nun Windows 95 oder Windows NT?

Gates: Wenn NT Eigenschaften hat, die Ihnen gefallen, sollten Sie sich dafuer entscheiden, sofern Sie ueber genug Hauptspeicher verfuegen. Sie brauchen etwa 8 bis 12 MB zusaetzlich. Ausserdem sind die Betriebssysteme noch nicht optimal aufeinander abgestimmt.

Dritter Anwender: Gibt es eine Zukunft fuer DOS?

Gates: Wir haben immer gesagt, dass wir uns ueberlegen, ob und in welcher Form wir nach der Freigabe von Windows 95 noch neue DOS- Versionen brauchen. Natuerlich werden DOS und Windows von Windows 95 unterstuetzt. So ulkige Dinge wie C:

-Prompts verschwinden allerdings.

Vierter Anwender: Wie sieht es mit Spracherkennung aus?

Gates: Ich bin zuversichtlich, dass diese Technik in drei bis fuenf Jahren zur Standardausstattung von PCs gehoert. Momentan gibt es allerdings noch Schwierigkeiten wegen der fehlenden Hardware und mangelndem Hauptspeicher auf den Systemen unserer Kunden.

Fuenfter Anwender: Was machen Sie im Datenbankbereich?

Gates: Auf Front-end-Seite bemuehen wir uns, Videofunktionen einzubauen. Noch mehr Aufwand stecken wir in Projekte, mit denen wir mit Objekttechniken das postrelationale Zeitalter einlaeuten wollen. Wenn ein Anwender Verbindungen zwischen seinen Dokumenten herstellen will, dann ist das mehr, als heutige Datenbanksysteme leisten.