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07.10.1994

Anwender bemaengeln Servicequalitaet bei den Baby Bells US-Telekommunikationsreform nach User-Kritik auf Eis gelegt

WASHINGTON (IDG) - Aus der geplanten amerikanischen Telekommunikationsreform wird vorerst nichts. US-Senator Ernest Hollings, Vorsitzender des US Senate Commerce Committee, hat jetzt den Versuch aufgegeben, eine Gesetzesvorlage zum Communications Act of 1994 noch heuer durch den Senat zu bringen.

Ziel der gescheiterten Telekommunikationsreform war die Aufhebung der bisherigen strikten Trennung zwischen den Long-Distance- und Local-Carrier-Diensten. Senator Hollings zog seine Gesetzesinitiative jedoch zurueck, nachdem ihm Bob Dole, Fuehrer der Senatsminderheit, einen elfseitigen Verbesserungsvorschlag ueberreicht hatte. Bereits zuvor kritisierten zahlreiche Verbraucherverbaende und Herstellervereinigungen Hollings' Vorschlag scharf, da, so ihre Meinung, der Gesetzesentwurf ein zu grosses Mitspracherecht fuer die FCC vorsieht. Des weiteren befuerchten die Interessenvertretungen, dass durch Hollings' grosse Euphorie in Sachen Information-Highway die Telefongebuehren enorm steigen koennten. Analysten werten Hollings' Rueckzug zudem als herben Schlag fuer das FCC, das in letzter Zeit bereits vor Gericht einige Niederlagen bei den Bemuehungen um eine Forcierung des Wettbewerbs im TK-Sektor einstecken musste. Waehrend Anwender wie Sally York, Communications Systems Manager bei USL Capital in San Franzisko, das Scheitern der Gesetzesvorlage begruessen, lehnen andere dagegen Doles Verbesserungsvorschlaege ab. Ihnen macht der Senator gegenueber den Baby Bells zu grosse Zugestaendnisse in Sachen Ferndienste, ohne gleichzeitig die lokalen Monopole aufzubrechen. Ein Punkt, der besonders Mark Stauff, Telekommunikations-Manager bei Pep Boys, Manny Moe & Jack Inc. am Herzen liegt. Fuer Stauf ist die Servicequalitaet der lokalen Anbieter schlicht inakzeptabel, und zudem, so der Manager, sei das Geschaeft mit den Baby Bells ein Alptraum.