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10.01.2008

Anwender erhöhen den Druck auf SAP, Oracle und Co.

Die fetten Jahre könnten 2008 für die Anbieter von Business- Software zu Ende gehen. Zwar haben SAP, Oracle und Microsoft in der Vergangenheit mit ihrem Lizenz- und Wartungsmodell gute Geschäfte gemacht. Das Murren der Kunden wird aber immer lauter: Zu starre und komplexe Preis- und Lizenzmetriken, der hohe Aufwand für Implementierungen und Migrationen sowie die teilweise mäßige Softwarequalität schüren die Unzufriedenheit. Die Anzeichen mehren sich, dass die Kunden nicht mehr mitmachen. Angesichts der konjunkturellen Unsicherheit werden die CIOs im kommenden Jahr weiter streng auf Kostendisziplin achten. Da der Softwareposten bis zu 40 Prozent der gesamten IT-Ausgaben ausmacht, liegt es nahe, hier den Hebel anzusetzen.

Mehr Macht dem Anwender

Und die Hebel der Anwender werden stärker. Mit Software as a Service (SaaS) etabliert sich ein neues Bezugsmodell im Markt. Keine aufwändigen Implementierungen, keine nervenaufreiben-den Migrationen und nur das bezahlen, was man wirklich nutzt. Das wachsende Open-Source-Angebot, Drittanbieter für Wartungsservices und der Handel mit gebrauchten Softwarelizenzen eröffnen den Anwendern zusätzliche Verhandlungsspielräume.

Sicher ist für 2008 keine Flucht auf breiter Anwenderfront zu erwarten. Die meisten Unternehmen agieren beim Softwareeinkauf vorsichtig - schließlich hängt das Überleben am reibungslosen Betrieb der Applikationen. Doch die Hersteller wissen, was die Stun-de geschlagen hat - und sie reagieren. Beispielsweise will SAP 2008 mit Business ByDesign eine komplette Softwaresuite zur Miete herausbringen. Die Frage ist aber, ob damit noch so viel Geld zu verdienen sein wird wie mit den bisherigen Lizenmodellen. (ba)u