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10.11.1998 - 

Jahrestagung der deutschen User Group

Anwender fordern besseren Service von Data-General

MÜNCHEN (wh) - Auf der Jahrestagung der Data General Anwendervereinigung (DGAV) mußten sich Firmenvertreter herbe Kritik anhören. Der Stellenabbau des Unternehmens sei zu Lasten der Serviceleistungen gegangen, monierten die Teilnehmer. Nach wiederholten Verlusten konnte der Hersteller unterdessen für das vierte Geschäftsquartal wieder einen Gewinn verbuchen.

Die Mitglieder der DGAV fühlen sich von Data General schlecht versorgt. "Der Service hat in letzter Zeit stark gelitten", beschwert sich der neu gewählte Vorsitzende Klaus Fuchs. Dies sei in erster Linie auf den mit der Restrukturierung des Unternehmens einhergegangenen Personalabbau zurückzuführen. Besonders betroffen davon sind Besitzer proprietärer "MV"-Systeme, die in der deutschen User Group überdurchschnittlich stark vertreten sind. Bernd Dünwald, DV-Verantwortlicher bei Hoechst Marion Roussel und Vorgänger von Fuchs, stößt in das gleiche Horn. Data General (DG) spare vor allem bei den Serviceleistungen. Kunden würden nach dem Kauf häufig allein gelassen.

Mangelnde Unterstützung der User Group durch DG

Neben den Dienstleistungen kritisieren die Anwender auch die mangelnde Unterstützung der deutschen User Group durch den Hersteller. "Es gelingt uns im Moment nicht, an Mitglieder zu kommen, die bei DG neu einsteigen", berichtet Fuchs. Hier sei man auf die Hilfe des Herstellers angewiesen. "In der Kundenzeitschrift der deutschen DG-Niederlassung gab es noch nicht einmal einen Hinweis auf die Jahrestagung der DGAV", ärgerte sich ein anderer Teilnehmer. Nach Angaben von Fuchs ist die Anzahl der DGAV-Mitglieder von 28 im Jahr 1997 auf 24 zurückgegangen. Auch die North American Data General Users Group (Nadgug) habe mit rückläufigen Mitgliederzahlen zu kämpfen.

Der Abwärtstrend bei den User Groups spiegelt die schwierige wirtschaftliche Situation Data Generals wider. Für das zweite und dritte Quartal des Geschäftsjahres 1998 mußte der Hersteller jeweils Verluste vermelden. Im Juni 1998 reagierte das Management mit einer umfassenden Restrukturierung (siehe CW 25/98, Seite 6), der 400 Arbeitsplätze zum Opfer fielen. Künftig wolle man sich auf die Kern- segmente High-end-Server und Speichersubsysteme konzentrieren, erklärte CEO Ron Skates seinerzeit.

Zumindest in finanzieller Hinsicht scheinen sich diese Bemühungen allmählich auszuzahlen. Im vierten Geschäftsquartal (Ende: 26. September) erwirtschaftete der Hersteller einen Nettogewinn von 3,7 Millionen Dollar. Im Vergleichszeitraum 1997 lag der Profit noch bei 17 Millionen Dollar. Wegen der vorangegangenen Fehlbeträge entsteht für das gesamte Geschäftsjahr 1998 aber ein Verlust in Höhe von 152,4 Millionen Dollar. 1997 wies der Hersteller einen Gewinn von 55,9 Millionen Dollar aus.

Das Geschäft mit den Speicherprodukten habe entscheidend zu den guten Ergebnissen beigetragen, kommentierte DG-Sprecher Jim Dunlap. Data General verkauft einen Großteil dieser Produkte an OEM-Kunden. Dazu zählten in der Vergangenheit vor allem Hewlett-Packard, NEC, Silicon Graphics und Sequent. Mit dem PC-Direktanbieter Dell hat der Hersteller vor kurzem einen weiteren Schlüsselkunden gewonnen.

Informationen zur DGAV sind abrufbar unter http://www.ku-eichstaett.de/docs/DGAV.