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18.09.1998 - 

Kommentar

Anwender für dumm erklärt

Gartner Group, Zona Research, Forrester Research, Entex Information Services, Meta Group und Giga Information Group: Mehr als genug Marktforscher haben hinreichend detaillierte Zahlen zur TCO-Debatte um die DV-Gesamtkosten beigetragen. Es läuft immer auf dasselbe hinaus: Heutige PCs sind - außer in Fällen besonders rechenintensiver Aufgaben - die mit Abstand teuersten Instrumente, die Endanwendern an ihren Arbeitsplätzen Computerunterstützung geben.

Alternativen gibt es nicht, sagt Bill Gates, es sei denn, man wolle sich mit "dummen Terminals" begnügen. Daß jemand so dumm sei, ihm das abzunehmen, glaubt er nicht, also kommt er - wohl oder übel -mit einem eigenen Vorschlag.

Die Microsoft-Initiative "Zero Administration for Windows" nennt immerhin den Kostentreiber beim Namen. Und der von derselben Firma kreierte aus dem Hut gezauberte "Net-PC" ist per Definition etwas anderes als der normale PC. Spötter nennen das Ding "Diät-PC", Microsoft bezeichnet es jedenfalls nicht als "dummes Terminal".

Der Inbegriff des von vielen Anwendern herbeigesehnten Thin Clients ist der von Sun, Oracle und IBM geförderte Network Computer. Aber von dem hört man so wenig, daß sich die Fans langsam Sorgen machen dürfen. Einen Boom erlebt hingegen die andere Variante: Windows-Terminals. Würden sie nicht die Grafikaufbereitung erledigen, wären sie tatsächlich klassische "dumme Terminals".

Um Windows-Terminals verwenden zu können, braucht man eine Erweiterung für NT. Der Anbieter Citrix hat die Kundenwünsche besser als Bill Gates erkannt, eine Goldgrube aufgeschlossen. Und wer hat die Rechte für die Lösung erworben? Wer kassiert per exorbitanter Lizenzgebühren bei jeder Nutzung ziemlich dummer Terminals mit? Microsoft. So dumm ist Bill Gates nicht. ls