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Meta Group präsentiert düstere Prognose


04.10.2002 - 

Anwender investieren 2003 weniger in IT

MÜNCHEN (rg) - Den aktuellen Zahlen der Marktforscher zufolge fällt der ersehnte Aufschwung auch 2003 aus. Die Meta Group rechnet mit einem gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 1,9 Prozent, wobei die weltweiten IT-Ausgaben jedoch um zwei bis vier Prozent sinken.

Auf ihrer europäischen Konferenz in München präsentierte die Meta Group einen Ausblick auf das IT-Investitionsverhalten im kommenden Jahr. Demnach wird die Anfang 2002 für das laufende Quartal prophezeite Erholung auch 2003 nicht eintreten. "Während 2001 noch 29 Prozent der Unternehmen angaben, ihre IT-Ausgaben 2002 zu steigern, rechnen nun nur noch zehn Prozent mit zunehmenden Budgets", so Fred Amoroso, neuer CEO und President der Meta Group. Dagegen stieg die Quote von Anwendern, die ihre Investitionen einfrieren, von 29 auf 50 Prozent. 40 von 100 Unternehmen werden der Meta-Group-Erhebung zufolge ihre IT-Investitionen 2003 reduzieren. Aus dieser Gruppe hat rund ein Drittel angekündigt, das Budget um fünf Prozent zu kürzen, ein Zehntel der Anwenderunternehmen will mehr als zehn Prozent einsparen. In der Summe ergibt sich laut Dale Kutnick, Gründer und Research Director der Meta Group, daraus ein Rückgang von zwei bis vier Prozent. Außerdem gab die Mehrzahl der Anwender an, ihr IT-Budget 2003 mindestens zweimal zu überprüfen.

Aber auch andere Marktforscher sehen wenig optimistisch in die Zukunft. Merrill Lynch rechnet beispielsweise im laufenden Halbjahr mit einem Rückgang der IT-Investitionen um ein bis zwei Prozent. Steigende Technologieausgaben erwarten die Investment-Banker frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2003.

Auch die amerikanische "CIO", eine Schwesterpublikation der COMPUTERWOCHE, beobachtet die Budgetplanungen der Anwender regelmäßig. Die September-Umfrage zeichnet im Vergleich zu den Meta-Group-Zahlen ein positiveres Bild. Demnach rechnen die befragten Unternehmen mit einem Zuwachs der IT-Ausgaben von 4,9 Prozent innerhalb der nächsten zwölf Monate. Bei der Juli-Umfrage lag dieser Wert allerdings noch bei 5,5 Prozent, im Juni sogar bei 5,9 Prozent.

Die Meta Group befragte die insgesamt 276 Firmen auch nach ihren Investitionsschwerpunkten im laufenden Jahr. Dabei ergaben sich in einigen Teilbereichen deutliche Abweichungen vom generellen Trend.

IT-Sicherheit legt zu

Überdurchschnittlich stark fallen die Einsparungen in den Bereichen Consulting, Sprachdienste und Entwicklung von traditionellen Applikationen aus. Hoch ist die Investitionsbereitschaft dagegen für die Entwicklung Web-basierender Anwendungen sowie die drahtlose Kommunikation. Den Spitzenplatz nahm das Thema Sicherheit ein: 73 Prozent der Unternehmen gaben an, ihre Investitionen in diesem Bereich zu erhöhen. Zweifel, so Amoroso, seien diesmal nicht mehr angebracht, weil das Thema IT-Sicherheit inzwischen auf Vorstandsebene diskutiert werde. "Diesmal haben Sie es kapiert", glaubt der Meta-Group-CEO. Beim derzeitigen Modethema Web-Services bleibt er dagegen vorsichtig. Es sei verfrüht, hier von einem neuen Hype zu sprechen. "Es ist blauäugig, sich von dieser Technik die Lösung aller Probleme zu erwarten. Vor 2004 werden Web-Services kaum auf einer breiteren Basis zum Einsatz kommen."

Abb: IT-Investitionen der Anwender

Während immer mehr Unternehmen ihre IT-Budgets einfrieren, wollen deutlich weniger Firmen ihre Investitionen erhöhen. Quelle: Meta Group