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08.01.1999 - 

Anwender können Bandbreite selbst definieren

Anwender können Bandbreite selbst definieren Telekom nimmt Dial-up-Dienst in ihr Netzwerk für ATM auf

08.01.1999
MÜNCHEN (CW) - Die Deutsche Telekom AG erweitert ihr Service- Angebot bei "T-Net ATM". Erstmals wird das bestehende Portfolio mit "T-Net ATM Wählverkehr" um einen Switched-Virtual-Circuit- Dienst ergänzt. Das Besondere daran: Anwender können ihre Verbindungen und die erforderliche Bandbreite je nach Bedarf selbst bestimmen.

Die Telekom bietet ihren T-Net-ATM-Kunden eigenen Angaben zufolge als erster Carrier in Europa das Leistungsmerkmal Selbstwahl an. Im Gegensatz zu allen bisher angebotenen Diensten, die auf Festverbindungen (Permanent Virtual Circuit) basieren, erhält der Kunde mit dem neuen Service zusätzlichen Spielraum. Interessant wird die Dienstleistung zum Beispiel, wenn zwischen Unternehmen und wechselnden Partnern sporadisch große Bandbreiten anfallen. Anwender können in diesem Fall in eigener Regie Verbindungen in einem Geschwindigkeitsbereich von 32 Kbit/s bis zu 155 Mbit/s aufbauen. Da für die Wählleitung im Vorfeld kundenspezifische Grenzwerte vertraglich festgelegt werden, sind die Kosten für die Nutzung des Dienstes laut Telekom kalkulierbar.

Drei Verkehrskategorien schaffen Spielraum

Norbert Hentges, Produkt-Manager für ATM und Datex M, nannte als einmalige Installationsgebühr für 2-Mbit- und 34-Mbit-Anschlüsse 3000 Mark beziehungsweise 15000 Mark. Als monatliches Grundentgelt berechnet die Telekom für 2-Mbit-Leitungen 1220 Mark, für 34-Mbit- Strecken 6800 Mark. Die Tarifierung richtet sich wie im Sprachverkehr nach Entfernungszonen und Verbindungsdauer, wobei gleichzeitig bis zu acht Connections möglich sind. Während der Verbindung kann die Bandbreite vom Anwender jedoch nicht verändert werden.

Der seit April 1997 bestehende Dienst T-Net ATM unterscheidet drei Verkehrskategorien. Erstens die Constant Bit Rate (CBR), die bei Echtzeitanwendungen eingesetzt wird, die während der gesamten Verbindungszeit fest zugewiesene Systemressourcen benötigen. Beispiele dafür sind Anwendungen aus der Sprach- und Videokommunikation.

Zweitens die Variable Bit Rate (VBR), die für nicht synchronen Verkehr, also Applikationen mit variablem oder Burst-artigem Verkehrsverhalten konzipiert ist. In der Regel dient dieser Dienst der Übertragung von Informationen zwischen LANs über ATM- Backbones.

Neu ist nun außerdem die dritte Verkehrskategorie Unspecified Bit Rate (UBR). Dieses Verfahren eignet sich ebenfalls für Burst- artigen Verkehr wie E-Mails und File-Transfer. Laut Telekom empfiehlt es sich darüber hinaus aber auch für Kunden, die Applikationen mit nicht exakt vorhersehbarem Verkehrsverhalten nutzen, hinsichtlich der Qualitätsparameter aber keine besonderen Anforderungen stellen. Die drei genannten Kategorien können auch gemeinsam in einer Lösung zum Einsatz kommen.

T-Net ATM bietet neben dem neuen Wählverbindungsdienst drei weitere Services. Zum einen "Service Interworking", der für Kunden die Umsetzung von Frame Relay auf ATM und umgekehrt übernimmt. Zum anderen den Dienst "Free Flow", mit dem ein bestehendes Datex-M- Netz durch T-Net ATM erweitert werden kann. Dritter Service im Bunde ist "ATM Solution", das heißt eine Integrationsleistung, die LANs, TK-Anlagen oder Videoanwendungen in ein Kommunikationskonzept integriert.