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Personalknappheit fördert den Trend

Anwender liebäugeln mit R/3-Outsourcing

13.03.1998

Anwenderunternehmen fühlen sich zunehmend auf IT-Serviceanbieter angewiesen. Allein zehn Prozent der 100 von Input befragten SAP-Anwender sind vor allem deshalb an Outsourcing interessiert, weil sie so ihre IT-Personal-Engpässe zu überwinden hoffen. Weitere 15 Prozent erwarten ein im Vergleich zum Inhouse-Betrieb attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis, und 22 Prozent finden die Leistungen der Service-Anbieter so verlockend, daß sie in die Auslagerung einwilligen.

Von denen, die ihr R/3-System weiter im eigenen Haus betreiben möchten, sagen 49 Prozent, der Fremdbetrieb sei zu teuer. Immerhin 36 Prozent fürchten sich davor, in die Abhängigkeit eines Dienstleisters zu geraten, und 25 Prozent halten ihre SAP-Installation für strategisch zu wichtig, als daß sie einem Dritten anvertraut werden könnte.

Die Frage, ob R/3 nun preiswerter im eigenen Haus zu betreiben oder extern zu beziehen ist, wird deshalb widersprüchlich beantwortet, weil sich die Angebote der Dienstleister aus vielen unterschiedlichen Bestandteilen zusammensetzen. Die Spannweite der Kosten eines R/3-Arbeitsplatzes im Outsourcing liegt zwischen 170 und 600 Mark. Das ergab eine Befragung der 17 größten SAP-Dienstleister, ebenfalls von Input organisiert. Der durchschnittliche R/3-Arbeitsplatz kostet im Outsourcing zirka 300 Mark.

Abgerechnet wird normalerweise über Fixpreis pro Arbeitsplatz (88 Prozent), doch rund die Hälfte der Anbieter offeriert auch alternative Modelle, beispielsweise Komplettpreise, eine Grundpauschale plus User-Preis, ein am Gewinn oder Umsatz orientiertes Entgelt oder individuelle Angebote. In 47 Prozent der Fälle wird der Fixpreis mit einer nutzungsbedingten Abrechnung kombiniert.

In den Aufwendungen enthalten sind in aller Regel die Ausgaben für Updates, Server, Installation und Hotline. Immerhin 65 Prozent der Anbieter machen auch das Netz-Management zum Bestandteil ihres Angebots, aber nur 41 Prozent die R/3-Lizenzkosten. Weitere Dienstleistungen, die den Arbeitsplatz verteuern können, sind 24-Stunden-Monitoring, Notfallabsicherung oder der Einsatz von Hochverfügbarkeitssystemen.

Die meisten SAP-Outsourcing-Verträge (59 Prozent) werden für eine Dauer von drei bis vier Jahren unterzeichnet. In seltenen Fällen währen die Laufzeiten allerdings bis zu 7,5 Jahren - eine laut Input falsche Entscheidung.

Die Software verändere sich funktional und technologisch so schnell, daß die Vertragsinhalte schon nach wenigen Jahren ad absurdum geführt würden. Schwierige Nachverhandlungen seien die Folge. Input empfiehlt eine Vertragsdauer von drei bis vier Jahren, da so die nötige Kontinuität und die Kalkulationsgrundlage für eine monatliche Berechnung der Outsourcing-Leistungen gegeben sei.

In Deutschland sind gegenwärtig mehr als 400 Unternehmen Kunden eines SAP-Outsourcing-Anbieters. Den Wert dieses Marktes taxieren die Auguren auf 350 Millionen Mark (1997), wobei das Wachstumspotential bei etwa 25 Prozent jährlich liege. Rund die Hälfte der Anbieter offeriert auch Outsourcing-Leistungen von Baan-Standardsoftware.