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09.01.2004 - 

Zusatzgeschäft für IT-Dienstleister und Hersteller

Anwender modernisieren R/3-Installationen

WALLDORF (CW) - Für viele SAP-Anwender heißt es 2004 updaten. Zum einen, weil SAP für ältere R/3-Programme ab 2004 eine deutlich höhere Wartungsgebühr verlangt, zum anderen, weil die Walldorfer ab 2005 beispielsweise gesetzliche Änderungen nicht mehr in die Finanzbuchhaltung der älteren Releases einpflegen.

Nach Schätzungen von Gartner werden 2004 rund 3800 der weltweit 21000 SAP-Anwender ihre R/3-Software erneuern. Nach Berechnungen der Berater hatten im Oktober 2003 48 Prozent der SAP-Anwender noch ein älteres Release im Einsatz. Dieser Anteil wird bis Oktober 2004, so Gartner, im Zuge von Updates auf 30 Prozent sinken. Offenbar entschließen sich viele Unternehmen zu diesem Schritt, weil SAP 2004 die Standardwartung für ältere Releases verteuert. Zahlte ein Anwender bislang jährlich 17 Prozent des Kaufpreises für die Wartung, kostet dies für ältere Versionen künftig 19 Prozent.

Kostenloses Update

Hinzu kommt, dass die Walldorfer ab 2005 gesetzliche Änderungen, die etwa das Finanzwesen betreffen, nicht mehr in ältere R/3-Versionen integrieren. Im Rahmen der Wartungsverträge ist für die Anwender die Migration zu einem neueren R/3-Release kostenlos. Ein Umstieg auf das modernere Mysap ist dagegen gebührenpflichtig. Branchenkenner gehen deshalb davon aus, dass nicht einmal zehn Prozent der Unternehmen einen Umstieg auf Mysap planen.

Während SAP aufgrund der kostenlosen Updates vom Release-Wechsel der Anwender nicht profitiert, dürfen IT-Dienstleister und -Hersteller auf ein Zusatzgeschäft hoffen. Schließlich liegt der Ressourcenanstieg beim Wechsel vom ältesten noch gewarteten R/3-Release auf die neueste Version bei rund 70 Prozent. Hersteller wie IBM vermelden bereits eine spürbare Umsatzsteigerung im R/3-Geschäft. Ähnliche Beobachtungen machen auch IT-Dienstleister wie Cap Gemini Ernst & Young. (hi)