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01.05.1998 - 

NDS als Rettungsanker für Novell?

Anwender sehen Netware wieder als strategische NT-Alternative

Novell wurde als Unternehmen für netzbasierte File-and-print-Services groß. An diesem Image änderte sich zunächst auch wenig, als die Netzwerker ihren Verzeichnisdienst NDS auf den Markt brachten. Mittlerweile gehen aber die Anwender in zunehmenden Maße dazu über, die Verzeichnisdienste auch für andere Aufgaben im Netz einzusetzen. Hierzu gehören unter anderem eine automatische Directory-Replikation und -Synchronisation, WAN- und Internet-Access-Management, Proxy Caching, automatische Softwaredistribution und die Reparatur von beschädigten Applikationen.

Dank der nativen NDS und ihrem Gegenpart, den "NDS for Windows NT", so gaben die von der "Computerworld" befragten Fortune-1000-Unternehmen zu Protokoll, konnten sie ihre Management-Kosten und den Zeitaufwand hierfür um 70 Prozent reduzieren. "Ohne die NDS hätten wir unser Administrations- und Supportpersonal verdoppeln beziehungsweise verdreifachen müssen", bilanziert Thad Hymel, System-Manager bei der Hibernia National Bank in New Orleans. Die Bank verwaltet via NDS ihre Netzwerk-Server in den 250 Außenstellen in Louisiana und Texas mit weniger als 20 Administratoren.

Jon Oltsik, Analyst bei For- rester Research, bescheinigt Novell ebenfalls ein verbessertes Image dank des NDS-Erfolgs. Allerdings, schränkt Oltsik ein, steht Novell mit der Auslieferung einer nativen Version der NDS for NT erst noch die wirkliche Herausforderung bevor.

Die Effizienz, mit der sich via NDS und NDS for NT die Netze administrieren lassen, hat den IS-Shops laut Oltsik bereits dabei geholfen, dem oberen Management zu verdeutlichen, daß Netware nicht nur eine Zwischenlösung bis zum Erscheinen von NT 5.0 mit den Active Directory Services (ADS) ist. Letztlich scheint die Novell-Rechnung, alles auf die NDS-Karte zu setzen, allmählich aufzugehen: Der Verzeichnisdienst entpuppt sich als potentieller Rettungsanker für Netware. "NDS und NDS for NT sind da, Windows NT 5.0 und ADS sind dagegen Vaporware, auf die sich die Anwender nicht verlassen können", beschreibt Analyst Oltsik den Meinungsumschwung in der Netzgemeinde.

Ähnlich sieht es Matt Rice, Vice-President und Senior Network Manager bei der US Trustbank in Cambridge: "Als ,No well vor 15 Monaten am Boden lag, überlegten wir, vollständig auf NT zu migrieren. Dank der NDS for NT passiert dies nicht." Rice konnte nachweisen, daß sich mit dem Einsatz der NDS for NT die Zahl der Anrufe im Support-Center um 30 Prozent reduzieren ließ. Alles Anfragen, die sich um Netzprobleme mit NT drehten.