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26.07.1991 - 

ADCycle, Predict CASE und Maestro vorne

Anwender setzen sehr hohe Erwartungen in CASE-Tools

MÜNCHEN (CW) - CASE-Werkzeuge setzen sich nur langsam durch. Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweit durchgeführte Untersuchung über Einsatz und Verbreitung von CASE-Tools, die von der Münchner Dr. Seidel Informations-Systeme GmbH vorgelegt wurde. Ein weiteres Ergebnis: Mit Datenmodellierung sind 96 Prozent der deutschen Großanwender vertraut.

Von 478 angeschriebenen Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Kredit- und Versicherungswesen, Dienstleistung, Verwaltung, Handel, Chemie und Forschung beteiligten sich 116 - mit zum großen Teil mehr als 1000 Mitarbeitern (66 Prozent) - an einer Fragebogenaktion. CASE-Werkzeuge so zeigte sich dabei, werden vom PC über die mittlere Datentechnik bis hin zum Mainframe eingesetzt, wobei die Anwender allerdings MS-DOS- und Unix-Systeme deutlich bevorzugen.

Im Zusammenhang mit Datenmodellierung ist vor allem das Entity-Relationship-Modell bekannt.Ein Data Dictionary zur Speicherung von Meta-lnformationen wird von 72 Prozent der Unternehmen eingesetzt. Befragt nach dem Bekanntheitsgrad einzelner Software-Entwicklungsumgebungen nannten 66 Prozent das AD/ Cycle-Konzept von IBM, 63 Prozent Predict CASE von der Software AG und 62 Prozent PET/ Maestro von Softlab. Bei den PC-basierten CASE- Tools stehen X-Tools und ER-Design oben an. Bekannt sind auch Produkte wie Excelerator oder Maestro II.

Welche Erwartung verbinden Anwender mit dem Einsatz von CASE-Werkzeugen? Während die Durchsetzungsgeschwindigkeit bis 1992 eher als relativ gering eingestuft wird, ist die Produktivitätserwartung hoch: 85 Prozent der Unternehmen gehen von einem deutlichen Anstieg der Softwareproduktivität durch den Einsatz der geeigneten Tools aus.

Vor allem bei Wartung, DV-Konzept, Programmierung und Analyse versprechen sich die Anwender Vorteile. 97 Prozent erwarten eine signifikante Verbesserung der Softwarequalität.

Als großer Vorteil des CASE-Einsatzes wird die frühzeitige Sicherung von Vollständigkeit und Konsistenz der Anwendung genannt Ergebnisse ließen sich mehrfach nutzen, außerdem könnten lästige Routinetätigkeiten auf den Computer verlagert werden.

Auch über ihre Probleme beim Einsatz von CASE-Produkten haben sich die Anwender ausgelassen Die meisten Schwierigkeiten entstehen in der Kommunikation zwischen Software-Entwickler und Endanwender sowie in der häufig mangelhaften Beschreibung betrieblicher Abläufe. Moderne Tools in der DV-Abteilung oder in Organisation und Qualitätssicherung, so glauben die meistren Befragten, könnten hier Abhilfe schaffen.