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05.03.2013 - Univention und Zafara auf der CeBIT 2013

Anwender suchen nach Ersatz für Microsoft SBS

Die Windows-Server-Alternative Univention Corporate Sever (UCS) in Kombination mit Groupware Zarafa ist bei Anwendern weiterhin sehr gefragt, wie sich auf der CeBIT zeigt.
Foto: Univention

Die Windows-Server-Alternative Univention Corporate Sever (UCS) in Kombination mit Groupware Zarafa ist bei Anwendern weiterhin sehr gefragt, wie der Hersteller Univention auf der CeBIT bekannt gab (Stand E 16 in Halle 6).
Seit Dezember verzeichnet der Open-Source-Spezialist bereits 6.500 Downloads seiner Active-Directory-kompatiblen Infrastrukturlösung Univention Corporate Server (UCS), vornehmlich aus dem deutschsprachigen Raum. Die mit Microsoft Exchange vergleichbare Groupware Zarafa ist mit wenigen Mausklicks in UCS installierbar.

Zur steigenden Nachfrage nach den UCS haben auch Unternehmen beigetragen, die bislang Microsofts Small Business Server (SBS) im Einsatz hatten. Microsoft hatte diesen gerade im Mittelstand weit verbreiteten Server mit dem Launch von Windows Server 2012 abgekündigt.
Als Alternative steht seitdem nur noch eine der SBS Essentials-Edition vergleichbare Server 2012 Essentials Version zur Verfügung - ein harter Schnitt für Partner wie Endkunden. Denn Anwender, die ihre bislang vor Ort installierten Messaging- und Groupware-Funktionen nicht in die Cloud verlagern wollen, müssen dann die Lizenzen (CALs) separat kaufen. Hinzu kommen Kosten für die Anpassung- und Implementierung sowie möglicherweise auch für zusätzliche Serverhardware für einen separaten Exchange- und SQL-Datenbankserver.

UCS mit Zarafa-Groupware als SBS-Alternative

Angesichts dessen brachte Univention seinen Univention Corporate Server (UCS), ergänzt um die Groupware-Lösungen von Zarafa, in Stellung: Das Open-Source-Produkt UCS biete SBS-Kunden alle benötigten Funktionen für Betrieb, Integration und Verwaltung von IT-Infrastruktur und Serverdiensten, wie der Bremer UCS-Hersteller ausführt. Darunter auch vieles, wie beispielsweise die Virtualisierungskomponente, die bei anderen Anbietern separat beschafft und verwaltet werden muss.

Weil im UCS die für den Betrieb von Windows-PCs wichtigen Active Directory-Domänendienste integriert sind, lassen sich Rechner, die unter Microsoft Windows laufen mit UCS genauso einfach betreiben wie mit Microsoft-Produkten. Der Wechsel von SBS zu UCS funktioniert mithilfe eines Werkzeuges, das die Benutzer- und Rechnerobjekte sowie die Gruppenrichtlinien aus der AD-Umgebung automatisiert in den Verzeichnisdienst des UCS überführt. Administratoren können so auch einen Active-Directory-Server durch UCS ersetzen.
Zudem ermöglicht UCS auch den Betrieb von beispielsweise Groupware- oder Dokumentenmanagementsystemen in der Cloud. Dabei können Anwender selbst entscheiden, ob und welche Dienste sie bei welchem Cloud-Anbieter betreiben wollen. Univention stellt auf seiner Webseite kostenfreie Testversionen zum Download zur Verfügung.

Zarafa als Exchange-Ersatz

Univention-Partners Zarafa bindet unter anderem Microsoft Outlook an Linux-Server, wie UCS, an. Obendrein bietet die Zarafa WebApp als erweiterbarer Enterprise-class WebClient einen einfach wartbaren Online-Zugang zum Groupware-System mit weiterführenden Funktionen wie Chat-Integration oder WebMeetings.
Die Groupware Zarafa wird im ,,Univention App Center" mit wenigen Mausklicks auf UCS installiert. Die einfache Installation als App und die Integration in das Univention Managementsystem verkürzen die Zeit bis zur ersten Anmeldung am Zarafa-System und zur ersten versandten E-Mail erheblich.

Univention App Center

Univention hatte das App Center im Januar auf den Markt gebracht, über das Anwender unterschiedliche Applikationen installieren können.
Die Applikationen laufen auf der UCS-Plattform, die ein einheitliches und zentrales Domänen- und Benutzermanagement gewährleistet. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Anwendung in der klassischen IT-Umgebung bereitgestellt wird oder in einer Cloud, da UCS beide Modelle unterstützt. Neben den dort heute schon vorhandenen Anwendungen, wie beispielsweise dem DMS agorum core, der Groupware Open-Xchange oder SugarCRM, die Dropbox-Alternative "Owncloud" und die Backup-Software "SEP sesam" solen in Kürze weitere Anwendungen, wie die IT-Service-Management-Lösung KIXbox, die Hochverfügbarkeitslösung DRBD oder das VoIPsystem Asterisk, verfügbar sein.

Geplant ist außerdem, ein Abrechnungssystem in das Center zu integrieren, so dass UCS-Anwender Anwendungen auch direkt über das App Center kaufen können.

Seit Februar ist über das App Center auch der "Univention Corporate Server@school" (UCS@school) verfügbar - eine Komplettlösung für Betrieb und Verwaltung von IT an Schulen und im Unterricht. Mit ddem Applikationsmanager lassen sich Drittlösungen, wie Groupware- oder CRM-Systeme, ebenso wie Univention-Softwareprodukte in wenigen Schritten installieren und deinstallieren.

Zahl der UCS-Neukunden verdoppelt

Im vergangenen Jahr verzeichnete Univention 15.000 UCS-Downloads (nach 8.000 in 2011), davon allein 4.000 mal im Dezember, als die "Free for personal use edition" und die VMware-Images veröffentlicht wurden.

Rund 900 Kunden haben die UCS im Rahmen eines kommerziellen Vertrages erworben. Mehr als 95 Prozent aller neuen Verträge wurden 2012 über Partner abgeschlossen. Die Renewalquote lag bei über 90 Prozent.

Insgesamt konnte Univention im Jahr 2012 die Zahl der Neukunden verdoppeln. Der Umsatz mit neuen UCS-Kunden erhöhte sich im gleichen Zeitraum jedoch nur um 25 Prozent. "Dafür gibt es drei Gründe" erklärt Univention-Geschäftsführer Peter Ganten: "Erstens sind die Kunden im Durchschnitt kleiner geworden. Zweitens haben wir die Preise in einigen Bereichen spürbar gesenkt und drittens das Preismodell so geändert, dass in jedem Vertragsjahr der selbe Preis zu zahlen ist." Früher musste im ersten Jahr mehr gezahlt werden als in den Folgejahren. Dieses Verhältnis wurde umgekehrt. (rb)

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