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31.08.1979

Anwender über Wirtschafts-Krise nicht besorgt:Itel-Lieferanten: Vom Kunden zum Partner?

MÜNCHEN (je) - Die roten Zahlen, die die Itel Corporation gegenwärtig schreibt, bleiben bei den Kunden der Itel Deutschland GmbH ohne sichtbare Wirkung; man fragt nicht einmal nach den Hintergründen dieser Verluste. Folgerichtig lösten diese Probleme bisher auch keine Hardware-Umplanungen aus. Konkreter wird eine möglicherweise "gemeinsame" Itel-Rechnerkollektion hingegen von der National Semiconductor Corporation diskutiert, einem der Hauptlieferanten von Itel. Auch Hitachi, der andere Zulieferer, würde, so glaubt man in Anwenderkreisen, im äußersten Fall nicht untätig bleiben.

Manfred Bals, Leiter der Rechenzentren im technischen Bereich der Thyssen AG, gibt sich angesichts der Itel-Verluste "sehr gelassen, weil ich aufgrund der hundertprozentigen Kompatibilität jederzeit - was immer passiert - die Maschine auswechseln kann, so wie ich sie hereingenommen habe". Und auch für die Zukunft schließt Bals irrationales Verhalten - sich blind dem Marktführer anvertrauen - aus: "Wir würden auch weitere Hitachi-Produkte bestellen, weil sie gut sind."

"Keine Probleme mit Itel, weder hardwaremäßig noch finanziell, noch vom Image her", konstatiert Hans-Jürgen Filter, Leiter der Datenverarbeitungstechnik bei der Maizena GmbH, und fügt hinzu: "Wir glauben nicht, daß Itel von heute auf morgen vom Boden verschwinden wird. Die Vorgänge tangieren uns in keiner Weise."

So oder ähnlich fallen auch die Reaktionen derjenigen Itel-Kunden aus, die ungenannt bleiben möchten: Keiner will Itel fallenlassen - und im schlimmsten aller Fälle ist man juristisch gut abgesichert. Wichtig ist allein das, was Jörg Schuppan, EDV-Leiter der Continental-Gummiwerke in Hannover, stellvertretend so ausdrückt: Wir haben hier einen funktionierenden Computer, der von der Hardware her einwandfrei ist und vom Service her bestens bedient wird.

So gelassen die Kunden sind, so fieberhaft denken Itels Zulieferer über Lösungen nach. Es sei eine Reihe von Alternativen in der Diskussion, wie die National Semiconductor Corporation zitiert, der auch die komplette Übernahme des Itel Computergeschäfts zugetraut wird. Doch auch eine Trennung, eine Beibehaltung des Status quo oder "gemeinsame neue Anstrengungen" kämen in Betracht.