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16.10.1981 - 

IW erkennt bei neuen Technologien positiven Beschäftigungseffekt:

Anwender und Hersteller stocken auf

KÖLN (gr) - Herstelle und Anwender neuer Technologien hatten während der 70er Jahre positive Beschäftigungswirkungen zu verzeichnen. Zu diesem Schluß kommt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in seinem Forschungsbericht "Neue Technologien - Chancen für mehr Beschäftigung". Bis 1985 zeigt sich nach Erkenntnissen des dem Arbeitgeberverbandes nahestehenden Institutes, daß ein "außerordentlich positiver Zusammenhang" besteht zwischen Anwendung neuer Technologien und der Beschäftigung.

Die Arbeitsplatzbetroffenheit durch die Mikroelektronik, die zusammen mit der Datenverarbeitung nach Ansicht des Autors Bernd Hof als die wesentliche Technik fungiert, ist im Büro weitaus größer als in der Fertigung. Als Anhänger der von ihm selbst so genannten "Fortschrittshypothese" vertritt er die Ansicht, daß die arbeitsplatzschaffende Wirkung des Produktionswachstums größer ist als der arbeitskräftesparende Effekt der Produktivitätssteigerung. Die Hersteller von Büromaschinen und EDV-Geräten steigerten ihre Produktivität um 11,7 Prozent jährlich von 1976 bis 1980. Das Beschäftigungsvolumen stieg Hofs Angaben nach um 5,1 Prozent. "Dieser empirische Befund belegt unumstritten, daß ein zentraler Produzent der Mikroelektronik trotz oder gerade wegen der hohen Produktivitätssteigerungen, die Produktverbilligung ermöglichen, einen positiven Beschäftigungseffekt in beachtlicher Dimension erzielte", schreibt Hof.

Bis 1980 blieb der befürchtete Beschäftigungsabbau im Druckgewerbe aus. "Vielmehr nahm auch hier bei steigendem Output die Zahl der Beschäftigten zu." Über die Qualifikation macht Hof keine Aussage. Für eine Arbeitsplatz-vernichtende Wirkung konnte der Autor keinen Beleg finden. Allerdings unterstellt er Investitionszyklen von 15 Jahren. Vor Mitte der 80er Jahre werde der Kapitalstock deutlich schrumpfen, "weil dann die starken Investitionsjahrgänge 1969/72 zur Verschrottung anstehen. "