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11.08.2005

Anwender verhandeln neu

Outsourcing-Verträge sollen angepasst werden.

Der Versicherungskonzern Unitedhealth Group und der TK-Ausrüster Nortel Networks wollen ihre Auslagerungen reduzieren und streben Nachverhandlungen mit ihren Lieferanten an. Unitedhealth erklärte sich bereit, notfalls bis zu 4,8 Millionen Dollar Schadenersatz an IBM zu zahlen, um Teile eines Outsourcing-Vertrags über den Betrieb der Rechenzentren aus dem Jahr 2003 rückgängig zu machen.

Außerdem bestätigte Computer Sciences Corp. (CSC) im jüngsten Quartalsbericht, dass Nortel Networks, einer der größten kommerziellen Kunden des IT-Dienstleisters, einige ausgelagerte Leistungen wieder selbst betreiben möchte. Im Jahr 2000 hatten die Partner ein Outsourcing-Abkommen im Gesamtwert von rund drei Milliarden Dollar abgeschlossen. Nun verhandeln sie die Kosten des Teilausstiegs. CSC beziffert sie auf 80 Millionen Dollar.

Nachverhandlungen über Outsourcing-Projekte sind keine Seltenheit. Ganz offensichtlich boten die in der Vergangenheit abgeschlossenen Kontrakte zu wenig Flexibilität. Die Zahl der Änderungswünsche hat einer Analyse des Beratungshauses TPI zufolge im ersten Halbjahr 2005 ein Rekordniveau erreicht. 20 Prozent des Vertragsvolumens, das TPI in seine Auswertung einbezogen hat, gingen demnach auf das Konto von Abschlüssen, die neu verhandelt wurden. Eine im Mai 2005 veröffentlichte Studie von Gartner untermauert diese Einschätzung. Die Befragung von rund 200 europäischen IT-Managern ergab, dass etwa 80 Prozent der Outsourcing-Verträge vor Ablauf wieder auf den Verhandlungstisch kommen. (jha)