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26.08.2008

Anwender werfen SAP Wortbruch vor

IT-Verantwortliche aus dem Mittelstand wehren sich gegen die Pläne der Walldorfer, die Gebühren für erweiterte Wartungsleistungen drastisch zu erhöhen.

Auf dem Sommer-Kick-off des Seestern IT Forums, gegründet vom Gebrauchtsoftware-Händler Axel Susen, übten SAP-Nutzer heftige Kritik an den Plänen der Walldorfer. "In der Begründung der SAP wird der Eindruck erweckt, wir - die Kunden - hätten Bedarf an dieser neuen Wartungsleistung", erklärten Anwendervertreter in einer gemeinsamen Stellungnahme. Dem sei keineswegs so.

Gerade der Mittelstand erwarte stattdessen ein variables Wartungsmodell, das zu seinen Geschäften passe. "Die einseitige Änderung solch zentraler IT-Leistungen, verbunden mit einer massiven Kostensteigerung, empfinden wir als Vertrauensbruch unserer über viele Jahre gewachsenen Geschäftsbeziehungen."

Das Vorhaben des ERP-Anbieters wiege besonders schwer, weil sich viele Unternehmen erst vor kurzer Zeit unter großen finanziellen Anstrengungen mit einem neuen Lizenzvertrag an SAP gebunden hätten. "Diese Investitionen wurden oft unter Gesichtspunkten zukünftiger Investitionssicherheit, weniger aus betriebswirtschaftlichen Erwägungen, getätigt." Eine Kostensteigerung von fast 30 Prozent in einem derart herausragenden Kostenblock wie der Wartung für SAP-Produkte schränke die Handlungsfreiheit von IT-Verantwortlichen erheblich ein.

Künftige Investitionsentscheidungen müssten daher die durch Wartung verursachten Folgekosten stärker berücksichtigen: "Es ist sicher nachvollziehbar, dass wir auch bestrebt sein werden, die Gesamtausgaben für SAP besonders kritisch zu betrachten."

Zu den Unterzeichnern der Stellungnahme gehören IT-Verantwortliche aus mittelständischen Unternehmen, darunter Johannes Truttmann von der Krombacher Brauerei und Christian Graszt vom Verpackungshersteller Knüppel. SAP begründe die Änderungen der Wartungsleistungen mit einer steigenden Komplexität der IT-Landschaften ihrer Kunden, so die Autoren weiter. Als Anbieter so zentraler Systeme wie ERP, CRM oder BI könne die SAP aber durch geeignete Produkte und Systemarchitekturen dieser Komplexität entgegenwirken: "Die Marketing-Botschaften aus dem Hause SAP im Zusammenhang mit E-SOA haben ja gerade dies versprochen." Wenn jetzt Unternehmen den Schulterschluss suchten, um gemeinsam ihre Entrüstung zu artikulieren, sei dies ein deutliches Warnsignal. (tc/wh)