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14.01.1994

Anwender wollen nicht mehr auf Hersteller warten US-Universitaet vereinheitlicht DV-Umgebung auf DCE-Basis

FRAMINGHAM (IDG) - Trotz mangelhafter Herstellerunterstuetzung vereinheitlicht die Universitaet von Michigan, Ann Arbor, ihre heterogene Client-Server-Umgebung auf Basis des Distributed Computing Environments (DCE) von der OSF. Eigenentwicklungen sollen die bisherigen Produktluecken schliessen und spaeter der Industrie angeboten werden.

Konkret sind an der Universitaet 37 Arbeitsgruppen damit beschaeftigt, Dienstprogramme fuer eine umfassende DCE-Umgebung zu erstellen, die mit einem verteilten Dateisystem arbeiten und als Directory-Service den ISO/OSI-Standard X.500 verwenden soll. Zu den geplanten Techniken gehoeren Directory-, Dateispeicherungs-, Netzzugriffs-, Ferneinwaehl-, E-Mail-, Sicherheits- und Zugriffsberechtigungsdienste.

Kosteneinsparungen stehen bei dem Projekt nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es den DV-Verantwortlichen der Universitaet eigenen Angaben zufolge darum, Mauern zwischen unvertraeglichen Techniken einzureissen und zugleich die Zuverlaessigkeit und Transparenz zu erhalten, die die Anwender vom Grossrechner her kennen. Kuenftig sollen alle rund 100 000 Anwender und Anwendergruppen unabhaengig vom verwendeten System auf alle im Netz verfuegbaren Ressourcen zugreifen koennen.

Darueber hinaus moechte Larry Gauthier, Leiter der Technologiegruppe in der IT-Division der Universitaet, die Industrie durch seine Aktivitaeten zur rascheren Entwicklung von DCE-Produkten draengen. Hier spielen die von seinen Mitarbeitern, aber auch von anderen Instituten entwickelten Integrationsmechanismen fuer DCE und X.500 die Hauptrolle. Diese sollen den Herstellern als Protopypen angeboten werden.

Erste Erfolge zeitigte diese Strategie beim Netzwerkspezialisten Novell, der gemeinsam mit den Initiatoren ein Projekt aufgelegt hat. Dabei geht es um fuer Anwender unsichtbare, im Fachjargon: transparente Zugriffstechniken fuer DCE-Clients auf Netware-Server. Ausserdem hat ein Wissenschaftler ein Werkzeug mit der Bezeichung "Max 500" entwickelt, das Macintosh-Rechnern ueber das im Client- Server-Umfeld uebliche TCP/IP-Protokoll den Zugriff auf X.500- Directories ermoeglicht.

Fuer die DV-Organisation der Universitaet soll sich der hohe Entwicklungsaufwand vor allem durch die Abschaffung manueller Taetigkeiten wie Wechsel von Batch-Jobs und Transfer inkompatibler Dateien auszahlen, die heute aufgrund unvertraeglicher DV-Techniken noetig sind. Zudem soll kuenftig im Rahmen des Client-Server- Konzepts jeder Lehrstuhl seinen eigenen Server erhalten, um damit Verwaltungsaufgaben zu erledigen, die bisher zentral vom Mainframe aus bewaeltigt wurden.