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10.11.1998 - 

Gastkommentar

Anwender wollen Verläßlichkeit

Stephan Bülow Business Unit Manager von Eastman Software, Ratingen

Was für den informationstechnologischen Makrokosmos gilt, hat seine Berechtigung auch für die Mikromärkte des Workflow und der Dokumenten-Management-Systeme (DMS): Alles ist im Wandel. Hier müssen die Anbieter mit Langfrist-Strategien und Roadmaps Flagge zeigen, um dem Kunden Verläßlichkeit, Planungssicherheit und Investitionsschutz zu signalisieren.

Das heißt für die Anbieter, die konkreten Kundenwünsche mit ihrer generellen Technologieentwicklung in Einklang bringen zu müssen. Für die Anwenderfirmen bedeutet es, kurzfristige Vorteile gegen langfristige Nachteile abzuwägen. Denn: Wer sich jetzt freut, weil in einem Projekt ein Workflow- oder DMS-Produkt gemäß seinen projektspezifischen Wünschen umentwickelt wird, hat unter Umständen schon bald das Nachsehen, wenn er feststellt, daß sich "seine" Software bereits unter dem Einfluß des nächsten Kunden in eine für ihn völlig unvorhersehbare Richtung weiterentwickelt. Danach kommen die Sonderwünsche des nächsten Käufers und so weiter.

In sehr jungen IT-Märkten ist viel Aufklärung und strategische Weitsicht vonnöten. Wer von Innovationsschutz redet, muß eine dauerhafte Technologie bieten. Das geht am besten mit einer flächendeckend einsetzbaren Standardsoftware, die gemäß einer festen Strategie weiterentwickelt und durch Partnerunternehmen über offene Schnittstellen an kundenspezifische Wünsche angepaßt wird. Hier entwickelt sich das Standardprodukt nicht permanent hin und her. Denen unter den derzeit zirka 80 DMS- und Workflow-Herstellern in Deutschland, die einer klaren Strategie folgen, wird der sich konsolidierende Markt es danken. Sie werden übrigbleiben.