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12.05.2000 - 

Verschiebungen im IT-Arbeitsmarkt

Anwenderunternehmen stellen im ersten Quartal wieder verstärkt IT-Profis ein

MÜNCHEN (CW) - Die Zahl der in Zeitungen ausgeschriebenen IT-Jobs ist nach EMC/Adecco-Berechnungen im ersten Quartal 2000 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um rund zwölf Prozent gestiegen. Ungeachtet des wachsenden Online-Stellenmarktes bleiben gedruckte Inserate bisher das vorrangige Mittel der Personalsuche.

Trotz Internet und Online-Jobbörsen bleiben die Personaler ihrem klassischen Medium für die Suche nach IT-Experten, der Zeitung, bislang treu. Das bestätigt die aktuelle Auswertung des Hamburger Medienservice EMC/Adecco von 40 Zeitungen inklusive der COMPUTERWOCHE. Selbst der Internet-Spezialist wird häufig über das althergebrachte Print-Inserat gesucht. Er verzeichnet zurzeit die höchste Zuwachsrate von 487 auf 1335 Jobs. Laut EMC/Adecco liegen im ersten Quartal außerdem die Datenbankspezialisten (Steigerung von 392 auf 600 Angebote) und die Systemingenieure (Steigerung von 684 auf 951 Jobs) gut im Rennen, aber auch Vetriebsleute bleiben begehrt (siehe Grafik, Seite 1).

TK-Branche sucht die meisten LeuteNicht alle Berufe profitieren so stark vom Boom. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nachfrage nach Benutzerservice-Beschäftigten und Netzwerktechnikern leicht rückläufig. Der höherqualifizierte Netz-Manager erfreut sich dagegen weiterhin der Aufmerksamkeit der Arbeitgeber.

Eine kleine Überraschung bietet die Branchenentwicklung. In den letzten Jahren stieg der Anteil der Jobs, die von Software- und IT-Beratungshäusern ausgeschrieben wurden, auf fast 50 Prozent, Anwenderunternehmen und Computerhersteller dagegen stellten immer weniger ein. Mittlerweile kehrt sich der Trend um. In der aktuellen EMC/Adecco-Statistik beträgt der Anteil der Angebote aus der IT-Branche nur noch 38 Prozent. Hingegen verzeichnen so gut wie alle IT-Anwenderbranchen einen steigenden Bedarf an Computerfachleuten. Den größten Personalhunger haben zur Zeit die Telekommunikationsfirmen. Die Zahl ihrer Angebote stieg von 1584 auf 2708. Aber auch die Finanzdienstleister, der Maschinenbau, Chemie/Pharma und selbst der öffentliche Dienst (Zuwachs von 1086 auf 1255 Offerten) benötigen IT-Spezialisten, um am E-Business teilhaben zu können.

Zumindest auf dem Papier sind die Arbeitgeber anspruchsvoll, was die Ausbildung der Bewerber betrifft. So stieg die Zahl der Anzeigen, in denen ein Informatikstudium verlangt wird, von 6205 auf 8255. Was eher überrascht, ist die Zurückhaltung der Firmen gegenüber den Wirtschaftsinformatikern. Hier ging die Zahl der Offerten von 602 auf 580 zurück.

Bayern bleibt mit seiner Hauptstadt München attraktivste Region für IT-Spezialisten: 5223 Angebote, also fast ein Fünftel, stammen aus dem südlichen Freistaat. Stark aufgeholt hat Nordrhein-Westfalen mit 4981 Jobangeboten und 18 Prozent Anteil. Ganz langsam nach oben geht es in Ostdeutschland. EMC/Adecco zählte in den neuen Bundesländern inklusive Berlin 3054 Offerten (Vorjahr: 2456). Davon entfielen auf die Hauptstadt mehr als die Hälfte.